Menü
Computex

Intel will "Ultrabooks", sagt aber nicht genau wie

Von
vorlesen Drucken Kommentare lesen 24 Beiträge

Intel hat auf der Computex erneut bekräftigt, sich verstärkt um den Mobile-Markt zu kümmern, besonders um Notebooks und Tablets. Vizechef Sean Maloney wiederholte die schon von CEO Paul Otellini vor zwei Wochen angeführten Ziele: Die Mobilprozessoren der Sandy-Bridge-Reihe inklusive Nachfolgern sollen ihre Leistungsaufnahme auf 10 bis 20 Watt reduzieren, was beispielsweise der für 2012 erwartete Ivy Bridge mit Umstieg auf einen 22-nm-Fertigungsprozess und Ende nächsten Jahres dessen Nachfolger Haswell erreichen sollen.

Einen Prototypen mit Ivy Bridge, dem Nachfolger der aktuellen Intel-Plattform Sandy Bridge, gab es schon zu sehen.

Erstmals erwähnte Intel im Zusammenhang mit Ivy Bridge Thunderbolt als "Komplementärtechnik" zu USB 3.0. Das könnte bedeuten, dass die Ivy-Bridge-Chipsatzfamilie Panther Point nicht nur USB 3.0 integriert, sondern auch die PCI-Express-/Displayport-Kombination Thunderbolt, für die bislang noch ein Zusatzchip nötig ist.

Schon vor Ivy Bridge soll es aber eine neue Notebook-Kategorie geben, die Ultrabooks: Unter zwei Zentimeter dick sollen sie sein, weniger als 1000 US-Dollar kosten und mit Core-i-2000-Prozessoren laufen. Als Beispiel nannte Maloney das am Vortag erstmals gezeigte Asus UX, das Asus-Chef Jonney Shih nochmals vorführte; nebenbei verriet Intel, dass das UX21 zur "winter holiday shopping season" erscheinen soll. Damit dürfte immerhin kein Ivy Bridge drinstecken, sondern ein Sandy Bridge. Details verrieten Intel und Asus nicht, wohlmöglich handelt es sich um eine LV- oder ULV-Stromspar-Version, die Intel erst bei einer weiteren Gelegenheit vorstellen möchte.

So richtig neu ist die Idee freilich nicht, Notebooks besonders flach zu bauen, Leichtgewichts-Pioniere wie Sony, Toshiba, Fujitsu und Lenovo tun das schon seit Jahren, später kam auch Apple hinzu. Allerdings ist bislang noch keinem die Kombination aus dünn, leistungsstark, leise und unter 1000 Euro gelungen. Genau da sieht Intel den Vorteil und prognostiziert, dass Ende 2012 ganze 40 Prozent der Consumer-Notebooks Ultrabooks sein sollen.

Auf der Computex-Keynote im vorigen Jahr hatte ihn David Perlmutter vertreten, dieses Jahr war er wieder da: Intels Vizepräsident Sean Maloney.

Die vielleicht wichtigste Nachricht der Pressekonferenz ist allerdings: Sean Maloney, Intels Vizepräsident, hat sich von seinem Schlaganfall von vor anderthalb Jahren erholt und zog trotz merklicher Schwierigkeiten beim Sprechen seinen einstündigen Vortrag kraft- und energievoll durch. Asus-Chef Shih bekundete auf der Bühne seinen Respekt, das Publikum applaudierte lange. (jow)

Anzeige
Anzeige