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Intel will in drei Wochen 32-Nanometer-Atoms vorführen

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Offenbar wirkt der von AMD mit Ontario/Zacate/Brazos aufgebaute Konkurrenzdruck: Auf der Entwicklerkonferenz IDF Beijing will Intel in drei Wochen erstmals die kommende Atom-Plattform Cedar Trail vorführen. Herzstück wird nach bisherigen Spekulationen der "Cedarview"-Atom aus der 32-Nanometer-Fertigung sein, der eine überarbeitete Mikroarchitektur mit dem Codenamen Saltwell bringt – in den seit 2008 ausgelieferten 45-nm-Atoms stecken ein oder zwei CPU-Kerne der Bonnell-Generation.

Intel will das Atom-SoC-Portfolio erheblich erweitern

(Bild: Intel)

Es wird erwartet, dass Intel den Cedarview-Atoms endlich einen HD-Video-tauglichen Grafikkern mit HDMI-Ausgang gönnt; genau mit diesen Funktionen punkten die ersten AMD-APUs für Netbooks und billige Desktop-PCs alias Nettops wie C-50 (Ontario) und E-350 (Zacate). Details hat Intel allerdings bisher nicht verraten, auch ist ein Termin für die Auslieferung der ersten Cedarview-Atoms noch unbekannt.

Auf der Webseite des Intel-Entwicklungszentrums Jerusalem (IDCj) taucht derweil schon der Codename Valleyview auf; ob es sich dabei um eine zweite 32-nm-Generation von Cedarview handelt oder bereits einen 22-nm-Nachfolger, ist aber ungewiss. Intel will allerdings das Atom-Portfolio Jahr um Jahr gewaltig ausweiten, insbesondere um System-on-Chip-(SoC-)Bauformen, und damit Embedded-Mikroprozessor-Spezialisten wie ARM oder MIPS Konkurrenz machen. Auch einen Server-Atom hat Intel schon für 2012 versprochen. (ciw)