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Intel zeigt x86-Smartphone

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5-Zoll-Smartphones: Je nach Sichtweise zum Telefonieren zu schade oder zu unpraktisch.

(Bild: LG)

Bisher passt die Intel-Hardware zwar nicht in Smartphones, doch dass Intel dort hin will, hat der Konzern schon vor Jahren angekündigt. Nun führte Paul Otellini den ersten Prototypen eines Smartphones von LG mit Moorestown-Prozessor vor. Das LG GW990 fällt deutlich größer aus als aktuelle Smartphones: Das Display ist 4,8 Zoll groß und zeigt 1024 × 480 Punkte im ungewöhnlichen Seitenformat von 1:2,13. Auf dem Prototyp lief Moblin-Linux mit LGs Bedienoberfläche S-Class, die auch für Windows Mobile und Android geeignet ist. 16 GByte Flash-Speicher hat es, erweiterbar per MicroSD. Der Marktstart soll in der zweiten Jahreshälfte erfolgen, voraussichtlich direkt mit einer UMTS-Version – in welchen Ländern und zu welchem Preis bei welchen Providern, verriet Otellini nicht.

Moorestown tauchte 2007 auf Intels Roadmaps auf als zukünftige Version der Atom-Plattform (und zwar speziell dem stromsparenden Silverthorne) auf, ab 2008 explizit als Plattform für Smartphones. 2008 deutete sich dann auch die Verzögerung auf 2010 an. Frühere Prototypen von Moorestown-Geräten zeigte Intel auf der Computex im vorigen Sommer.

Zwischendurch war für Smartphones erst der Moorestown-Nachfolger Medfield im Gespräch. Er integriert nicht nur wie Moorestown Speichercontroller und Grafikkern auf den Prozessor, sondern auch noch Southbridge-Funktionen. Zudem ist er in 32 nm gefertigt, Moorestown in 45 nm. Beide Maßnahmen senken Leistungsaufnahme und Bauform weiter. Doch mittlerweile mag sich das eher notgedrungen große Display als Vorteil entpuppen, so hat auch Dell kurz ein Mobilgerät mit 5-Zoll-Bildschirm vorgeführt. Für die MIDs, diese ominöse Geräteklasse zwischen Smartphone und Netbook, waren ähnlich große Displays im Gespräch. (jow)