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Intelligentes GPS-System stoppt Autodiebe

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In Japan wird zurzeit eine Diebstahlsicherung für Pkw getestet, die per Mobilfunk geortet und ferngesteuert werden kann. In der geplanten nächsten Stufe soll sich der Motor eines gestohlenen Fahrzeugs in der Nähe von Polizeistationen selbständig abschalten. Das ist vorerst noch Zukunftsmusik.

Derzeit bietet das "Tigerbox"-System von Omron Systems einen Mikrocontroller, sieben im Wagen verteilte Sensoren, ein abgespecktes Mobiltelefon und einen GPS-Sensor. Es handelt sich also um bekannte Technik, denn laut einem Firmensprecher war Kostengünstigkeit oberstes Gebot. Sollte der Wagen gestohlen werden, erhält der Halter per Handy eine Nachricht und kann sofort Positionsangaben anfordern und die Hupe auslösen. Die Sensoren sollen auch Aufbrüche von Kofferraum und Türen melden. Technisch gesehen ließe sich schon heute der Motor abschalten.

Das System leidet momentan aber noch unter Kinderkrankheiten. So können Diebe, denen die Tigerbox ein Begriff ist, das Gerät mit ein paar gezielten Schlägen außer Gefecht setzen. Zudem verschweigt Omron, wieso der Motor nicht einfach vor Fahrtbeginn abgeschaltet wird.

In Zukunft aber sollen rechtmäßige Besitzer mit multimedial aufbereiteten GPS-Daten versorgt werden. Und schließlich möchte man möglichst viele japanische Autos mit dem System ausrüsten. Die Nippon-Versicherungen sind jedenfalls schon mal interessiert – nach geltendem japanischen Recht müssen sie nämlich die Bestohlenen voll für ihren Verlust entschädigen. (cgl)