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Intels 3D Xpoint als Beschleuniger für Desktop-PCs

Nach der Server-SSD DC P4800X bringt Intel eine zweite SSD mit dem als Optane vermarkteten Flash-Nachfolger 3D Xpoint: Optane Memory soll Desktop-Systemen auf die Sprünge helfen.

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Intels 3D Xpoint als Beschleuniger für Desktop-PCs

Vergangenen Montag hatte Intel seine erste Server-SSD mit 3D-XPoint-Speicher vorgestellt, nun folgt eine SSD als Beschleuniger für Desktop-Systeme. Die mit 16 und 32 GByte Speicher erhältliche SSD, die Intel derzeit unter dem Namen Optane Memory vermarktet, soll vor allem Desktop-Systemen auf die Sprünge helfen. Wie eine Hybrid-Festplatte soll die Optane-SSD häufig genutzte Dateien speichern und so den langsamen Zugriff von der Festplatte eleminieren, anders als solche Festplatten aber auch Schreibzugriffe puffern.

3D XPoint ist wesentlich schneller als klassisches NAND-Flash. Nicht nur die Zugriffszeiten sind wesentlich geringer, Intel sieht als Vorteil auch, dass der 3D-XPoint-Speicher vor dem Beschreiben – anders als ein NAND-Baustein – nicht erst gelöscht werden muss. Zudem müsse Optane-Speicher im Prinzip nicht in Blöcken beschrieben werden. Zur einfacheren Verwaltung habe man jedoch eine Blockgröße von 512 Byte gewählt, sagte James Myers, Director NVM Solutions Architecture bei Intel, im Gespräch mit heise online.

Showcase auf der CeBIT: Intel nutzt 3D XPoint als Beschleuniger für Desktop-Systeme.

Auf der CeBIT zeigte Intel eine Demonstration des Optane Memory: Zwei Mitarbeiter starteten gleichzeitg auf zwei – bis auf DRAM-Bestückung und Cache-SSD – gleichen Systeme verschiedene Software, auch ein Neustart der Systeme fand statt. Wenig überraschend war das mit der Optane-SSD bestückte System deutlich schneller. Ob ein mit einer Hybrid-Festplatte bestücktes System nicht vielleicht genauso schnell ist, müssen kommende Tests zeigen.

Die Optane-Memory-SSD kommt als Speicherkärtchen im M.2-Format 2280. Voraussetzung zur Nutzung als Systembeschleuniger für ein anderes Laufwerk ist ein Intel Core-i-Prozessor der siebten Generation mit Optane-optimiertem BIOS; sie kann jedoch ebenfalls als reines Datenlaufwerk genutzt werden. Laut Intel sollen bereits rund 130 kompatible Mainboards erhältlich sein. Die SSD sollen im April verfügbar sein. Intel nannte einen Preis von 44 US-Dollar für die 16-GByte-SSD, die Optane-SSD mit 32 GByte Speicher soll 80 US-Dollar kosten. (ll)

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