Intels "Bloomfield" soll 2008 mit Hyper-Threading und Speichercontroller kommen

Nach Spekulationen plant Intel für 2008 einen Quad-Core-Prozessor mit Hyper-Threading und integriertem DDR3-Speichercontroller.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 80 Beiträge
Von

Kentsfield, Yorkfield, Bloomfield: So lautet Intels halboffizielle Roadmap der Vierkern-Prozessoren für Desktop-Rechner. Während der Kentsfield als Core 2 Extreme QX6700 bereits erschienen ist, erwartet man den Yorkfield-Kern als 45-Nanometer-Prozessor frühestens Ende nächsten Jahres, vielleicht auch erst 2008. Ob Yorkfield bereits eine neue (Nehalem-)Mikroarchitektur enthält und ob er aus zwei zusammengefügten oder einem monolithischen Die besteht, ist noch unklar. Möglicherweise erscheint zwischen Kentsfield und Yorkfield auch noch ein Ridgefield ...

Unterdessen spekuliert man bereits über Intels Pläne für einen Yorkfield-Nachfolger, der 2008 erscheinen dürfte und angeblich Bloomfield heißen könnte. Er dürfte mehr als vier Kerne enthalten – aber sind dies alles physische und identische x64-Kerne? Nach neuen Gerüchten könnte Intel für Bloomfield eine optimierte Variante der gerade erst mit den aussterbenden NetBurst-Kernen zu Grabe getragenen Hyper-Threading-Technik verwenden. Simultaneous Multi-Threading (SMT) ist ja nicht nur bei Intel (und dort auch im Itanium) im Einsatz, sondern etwa auch bei Sun.

Wenn die Parallelverarbeitung pro CPU-Fassung weiter zunimmt, wird außer größeren Caches auch eine leistungsfähigere Anbindung an den Hauptspeicher nötig; in den Bloomfield, der angeblich in einem "Socket-B"-Gehäuse mit mehr als 1300 Kontakten stecken könnte, soll Intel deshalb einen (DDR3-)Speichercontroller integrieren wollen. Damit würde Intel dem Weg der AMD64-Technik folgen.

Als Verbindung zum Chipsatz müsste Intel dann mit Bloomfield auch eine Alternative zum Frontsidebus einführen; AMD setzt hier bekanntlich auf HyperTransport (2008 wohl HyperTransport 3.0). Intel gibt längst zu, eine vorerst "CSI" (möglicherweise Common Serial Interconnect oder Common System Interface) getaufte "Next-Generation-Interconnect"-Technik zu entwickeln; fraglich ist jedoch, ob sie außer in Multiprozessor-Maschinen (Tukwila) auch im Desktop-PC-Bereich zum Einsatz kommen wird. Für Single-Socket-Maschinen wäre ja ein nicht-kohärentes Interface ausreichend. (ciw)