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Intels Celeron erreicht 2,0 GHz

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Intels CPU-Angebot für Preiskampf-PCs, der Celeron, erreicht 2,0 GHz. Der Chipgigant wirft den in 0,18-µm-Technik hergestellten Prozessor mit einem Listenpreis von 103 US-Dollar auf den Markt (1000-Stück-OEM-Preis), in Deutschland ist die "Boxed"-Version samt Kühler im Versandhandel ab etwa 140 Euro zu bekommen.

Die Celerons mit 1,7, 1,8 und 2,0 GHz passen mit ihrem Sockel-478-Gehäuse in Pentium-4-Mainboards. Sie sind über den mit 100 MHz "Quad-pumped" laufenden FSB400 an den Chipsatz angebunden. Grafiktaugliche Chipsätze wie der Intel i845GL ermöglichen den Bau sehr preisgünstiger PCs mit neuen Schnittstellen wie USB 2.0 und mehr als ausreichender Leistung für Büroanwendungen. Vor allem die großen Markenanbieter wie Dell, HP/Compaq, Fujtitsu-Siemens oder IBM statten die Lowcost-Versionen ihrer Office-Rechner gerne mit Celerons aus. Manche dieser Geräte lassen sich nur schlecht aufrüsten, weil der Chipsatz i845GL sich etwa ausschließlich mit PCI-Grafikkarten erweitern lässt. Nur der etwas teurere i845G verträgt auch AGP-Grafikkarten.

Der Celeron mit Pentium-4-Innenleben kann nur ein Viertel des L2-Caches seines großen Verwandten mit "Northwood"-Kern nutzen und ist deshalb bei gleicher Taktfrequenz deutlich langsamer. In fast allen Anwendungen hinken die Celerons auch hinter AMD-Athlon-XP-Prozessoren mit ähnlichem QuantiSpeed-Rating her. Obwohl AMD die Athlons angeblich zu deutlich höheren Listenpreisen verkauft, sind diese im Laden meist zu günstigeren Preisen als die Intel Celerons zu haben.

Intel will die 2,0-GHz-Version des Celeron wohl auch in 0,13-µm-Technik, also mit Northwood-Kern, auf den Markt bringen. Diese Ausführung dürfte weniger Abwärme erzeugen als die bisherige 0,18-µm-Willamette-Version (CPUID 0F13h), kommt aber auch nur mit 128 KByte L2-Cache und rechnet daher nicht schneller.

Es wird erwartet, dass Intel die neuen Celeron-Datenblätter im Laufe des Tages auf dem Webserver bereitstellt. (ciw)