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Intels Edison: Pentium-System im Format einer SD-Karte

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Intels Quark-Nachfolger Edison soll ins Gehäuse einer SD-Karte passen.

Intel hat sein System-on-a-Chip (SoC) Quark auf die Größe einer SD-Karte geschrumpft und nennt das Ergebnis Edison. CEO Brian Krzanich zeigte Edison bei seiner Rede am Vorabend des CES in Las Vegas. Der neue Dual-Core-Prozessor entsteht in einem 22-nm-Prozess und soll laut Krzanich zur "Pentium-class" gehören. Mit auf der kleinen Karte sind WLAN und Bluetooth 4.0 enthalten. Edison läuft unter Linux und soll einen App-Store bekommen. In Zusammenarbeit mit Wolfram sollen Wolfram Language sowie Mathematica erscheinen.

Intel hat sich für das kleine System allerlei gewöhnungsbedürftige Anwendungsfälle [-] unter anderem aus dem Bereich Wearable Computing – ausgedacht: Edison wird etwa in einer kleinen Plastikschildkröte versteckt, die an einen verdrahteten Strampelanzug angesteckt, die Temperatur, Atmung und Puls eines Babysüberwacht.

Intel stellt sich vor, dass Edison Babys überwachen soll.

Die elterliche Kaffeetasse empfängt die Signale und gibt über Smileysund einfache Diagramme Auskunft. Wird beispielsweise dem Kind zu heiß, kann dann schnell die Decke gelüftet werden. Und sollte der Sprössling doch aufwachen, wird gleich automatisch die Babymilch aufgewärmt.

Wearables

Krzanich zeigte noch weitere Wearables, also am Körper tragbare Elektronik. Kopfhörer, die den Puls des Trägers erfassen; ein Bluetooth-Headset namens Jarvis, das immer mitlauscht, damit das verbundene Handy ohne Berührung per Sprachbefehl gesteuert werden kann.

Verlässt der Träger der Smart Watch mit Smart Geofencing das zulässige Gebiet oder den Weg, den die Smart Watch anhand der im Kalender verzeichneten Termine errechnet hat, wird beim Vormund stiller Alarm ausgelöst. Im Strafvollzug heißt das elektronische Fußfessel, Intel vermarktet es als smartes Sicherheitsprodukt für weniger smarte Kinder und Senioren.

Nun sucht das Unternehmen nach neuen Ideen für Wearables. Dafür veranstaltet es einen Wettbewerb und lobt allene eine halbe Million Dollar für den Sieger aus – insgesamt sogar 1,3 Millionen Dollar. Die zehn vielversprechendsten Teilnehmer werden von Kapazundern aus der Industrie und von Intel betreut, damit die jeweilige Idee auch sicher zu einem Produkt mit Intel inside wird. (Daniel AJ Sokolov) / (bbe)

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