Intels Ivy Bridge schon im Handel

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CPU-Fassung LGA1155

Da hat sich Intel verstolpert: Ursprünglich hatte der Halbleiter-Riese wohl vor, die Chipsätze der Serie 7 und die LGA1155-Prozessoren der Generation Ivy Bridge zusammen zu präsentieren. Aus bislang unbekannten Gründen haben sich aber die Termine verschoben, zum Teil wohl mehrfach. Nachdem Desktop-PC-Mainboards mit Serie-7-Chipsätzen nun schon mit Intels Segen im Handel sind, war es eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis Online-Händler auch Prozessoren der Baureihen Core i7-3000 und Core i5-3000 offerieren und somit Taktfrequenzen und Preise ausplaudern.

Auf Preisvergleich-Webseiten tauchen nun jedenfalls Core i7-3770K (ab 439 €), Core i7-3770 (ab 155 €), Core i5-3570K (ab 299 €), Core i5-3550 oder auch Core i5-3450 zu Preisen zwischen etwa 189 und 340 Euro auf. Meistens liegen die offerierten Preise allerdings über jenen gleich hoch getakteter Sandy-Bridge-Chips – der Core i7-2700K (ab 489 €) beispielsweise wird deutlich billiger angeboten als der 3770K. Es ist aber kaum zu erwarten, dass Intel die Neulinge bei gleicher Taktfrequenz teurer verkaufen wird, weshalb man bei übereilten Bestellungen möglicherweise draufzahlt. Für die LGA1155-Prozessoren der Sandy-Bridge-Generation verlangte Intel jedenfalls weniger als für ähnlich getaktete Lynnfield-Vorgänger (LGA1156). Angeblich sind einige der angebotenen Ivy-Bridge-Prozessoren "sofort lieferbar". Bei CPU-Angeboten vor deren offiziellem Start hat sich in der Vergangenheit aber mehrmals gezeigt, dass sie dann letztlich doch erst ab dem Starttermin ausgeliefert wurden – zumindest, sofern sie der jeweilige Händler nicht selbst schon lagerte.

Die von den Online-Händlern veröffentlichten Produktdaten, die üblicherweise von Dienstleistern wie DCI stammen, bestätigen bisherige Spekulationen: Demnach sind die normalen LGA1155-Quad-Cores der Ivy-Bridge- Generation mit 77 Watt TDP spezifiziert, sollen also unter Volllast sparsamer rechnen als ihre Vorgänger (95 Watt). Weiterhin haben die Core-i7-Typen Hyper-Threading und 8 MByte L3-Cache, die Core-i5-Versionen melden nur ihre vier echten Kerne und dürfen 6 MByte L3-Cache nutzen. Nach den bisher im Web aufgetauchten Benchmarks liegt die Rechenleistung der Neulinge bei gleicher Frequenz, Thread-Anzahl und Cache-Größe dann auch nicht sehr viel höher als bei ihren Sandy-Bridge-Vorgängern. Deutlich verbessert haben will Intel die jetzt DirectX-11-taugliche GPU namens HD 4000, die aber wohl nur in wenigen Desktop-CPUs stecken wird. Ob die schwächere HD 2500 nennenswerte Vorteile im Vergleich zur HD 2000 bringt, ist noch unklar. (ciw)