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Intels PC-Sparte weiter unter Druck

Der Niedergang des PC-Marktes macht Intel abermals schwer zu schaffen. Andere Geschäftsbereiche halten dagegen - können die Einbußen aber nicht ganz ausgleichen.

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Intel

(Bild: dpa, Norbert Von Der Groeben)

Ein gutes Geschäft mit Servern federt für den Halbleiter-Riesen Intel die Schwäche des PC-Marktes ab. Der Umsatz des weltgrößten Chip-Herstellers sank im zweiten Quartal im Jahresvergleich insgesamt um 4,6 Prozent auf knapp 13,2 Milliarden Dollar.

In der größten Sparte, die auf Prozessoren für Personal Computer spezialisiert ist, gab es jedoch einen drastisch stärkeren Rückgang von 14 Prozent auf rund 7,5 Milliarden Dollar. Dabei musste Intel sowohl bei Desktop- als auch bei Notebook-Prozessoren rückläufige Verkaufszahlen hinnehmen. Die Umsätze mit der Ausrüstung von Servern für Rechenzentren legten dagegen um zehn Prozent auf 3,9 Milliarden Dollar zu, wie Intel mitteilte.

"Die Ergebnisse des zweiten Quartals illustrieren die Transformation unseres Geschäfts", meinte Intel-Chef Brian Krzanich gut gestimmt. "Rechenzentren, Speicher und das Internet der Dinge sorgen mittlerweile für 70 Prozent unseres operativen Gewinns und halfen, die Herausforderungen des PC-Markts auszugleichen.

Unterm Strich verbuchte Intel einen Gewinnrückgang von 3,2 Prozent auf gut 2,7 Milliarden Dollar. An der Börse wurden die Zahlen dennoch mit sichtlicher Erleichterung aufgenommen. Der Aktienkurs schnellte nachbörslich zunächst um fast neun Prozent hoch. Später flachte das Plus auf weniger als fünf Prozent ab. Der Konzern rechnet jetzt für das gesamte Jahr mit einem Umsatzrückgang um ein Prozent. Bisher waren Erlöse auf Vorjahresniveau erwartet worden.

Im vergangenen Quartal hatte sich das Schrumpfen des PC-Marktes kurz vor dem Start des neuen Microsoft-Betriebssystems Windows 10 noch einmal beschleunigt. Die Marktforschungsfirma IDC errechnete für das Vierteljahr einen Absatzrückgang von 11,8 Prozent und der Konkurrent Gartner kam auf ein Minus von 9,8 Prozent. Unternehmen und Verbraucher kaufen weniger klassische Desktop-Rechner und Notebooks und greifen stattdessen stärker zu Smartphones. Außerdem hat der starke Dollar PCs teurer gemacht, was die Verkäufe weiter bremste. Die Branche hofft, dass Windows 10, das Ende Juli auf den Markt kommt, das Geschäft zumindest stabilisieren kann.

Intel versucht seit Jahren, sich unabhängiger von der Entwicklung in der PC-Branche zu machen. Dabei versuchte der Konzern lange, sich im Geschäft mit Chips für Smartphones und Tablets zu etablieren. In ihnen kommt aber weiterhin vor allem Technologie des britischen Chip-Designers ARM zum Einsatz. Intel veröffentlicht inzwischen keine separaten Zahlen für das Geschäft mit Prozessoren für Mobil-Geräte.

Dagegen kann der Konzern kontinuierlich bei Halbleitern für das Internet der Dinge zulegen, in dem bald Milliarden vernetzter Geräte miteinander kommunizieren sollen. Der Umsatz der Sparte legte um 3,7 Prozent auf 559 Millionen Dollar zu.

Umsatz- und Gewinnentwicklung bei Intel
in US-Dollar
Quartal Umsatz Netto-
gewinn/
-verlust
1/00 8,0 Mrd. 2,7 Mrd.
2/00 8,3 Mrd. 3,5 Mrd.
3/00 8,7 Mrd. 2,73 Mrd.
4/00 8,7 Mrd. 2,6 Mrd.
1/01 6,7 Mrd. 1,1 Mrd.
2/01 6,3 Mrd. 0,85 Mrd.
3/01 6,5 Mrd. 0,11 Mrd.
4/01 7,0 Mrd. 0,50 Mrd.
1/02 6,8 Mrd. 0,94 Mrd.
2/02 6,3 Mrd. 0,45 Mrd.
3/02 6,5 Mrd. 0,69 Mrd.
4/02 7,2 Mrd. 1,05 Mrd.
1/03 6,8 Mrd. 0,92 Mrd.
2/03 6,7 Mrd. 0,896 Mrd.
3/03 7,8 Mrd. 1,7 Mrd.
4/03 8,7 Mrd. 2,173 Mrd.
1/04 8,1 Mrd. 1,7 Mrd.
2/04 8,1 Mrd. 1,8 Mrd.
3/04 8,5 Mrd. 1,9 Mrd.
4/04 9,6 Mrd. 2,123 Mrd.
1/05 9,4 Mrd. 2,154 Mrd.
2/05 9,2 Mrd. 2,038 Mrd.
3/05 9,96 Mrd. 1,995 Mrd.
4/05 10,20 Mrd. 2,453 Mrd.
1/06 8,940 Mrd. 1,347 Mrd.
2/06 8,01 Mrd. 0,885 Mrd.
3/06 8,739 Mrd. 1,301 Mrd.
4/06 9,694 Mrd. 1,501 Mrd.
1/07 8,852 Mrd. 1,610 Mrd.
2/07 8,680 Mrd. 1,278 Mrd.
3/07 10,090 Mrd. 1,860 Mrd.
4/07 10,712 Mrd. 2,271 Mrd.
1/08 9,673 Mrd. 1,443 Mrd.
2/08 9,470 Mrd. 1,601 Mrd.
3/08 10,217 Mrd. 2,014 Mrd.
4/08 8,226 Mrd. 0,234 Mrd.
1/09 7,145 Mrd. 0,647 Mrd.
2/09
8,024 Mrd. -0,398 Mrd.
3/09
9,389 Mrd.
1,856 Mrd.
4/09
10,569 Mrd.
2,282 Mrd.
1/10
10,299 Mrd.
2,442 Mrd.
2/10 10,765 Mrd.
2,887 Mrd.
3/10
11,102 Mrd.
2,955 Mrd.
4/10 11,457 Mrd. 3,388 Mrd.
1/11
12,847 Mrd.
3,160 Mrd.
2/11
13,032 Mrd.
2,954 Mrd.
3/11
14,233 Mrd.
3,468 Mrd.
4/11 13,9 Mrd.
3,4 Mrd.
1/12
12,906 Mrd.
2,738 Mrd.
2/12 13,501 Mrd.
2,954 Mrd.
3/12 13,457 Mrd.
2,972 Mrd.
4/12 13,477 Mrd. 2,468 Mrd.
1/13 12,580 Mrd.
2,045 Mrd.
2/13
12,811 Mrd. 2,000 Mrd.
3/13
13,483 Mrd.
2,950 Mrd.
4/13
13,834 Mrd. 2,625 Mrd.
1/14 12,764 Mrd. 1,947 Mrd.
2/14 13,831 Mrd. 2,796 Mrd.
3/14

14,554 Mrd. 3,317 Mrd.
4/14 14,721 Mrd. 3,661 Mrd.
1/15 12,781 Mrd. 1,992 Mrd.
2/15 13,195 Mrd. 2,706 Mrd.

(mit Material von dpa) / (jk)

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