Menü

Intels Schüler-Notebook soll in über 25 Ländern zu haben sein

vorlesen Drucken Kommentare lesen 110 Beiträge

Wettbewerb um den Markt der Schwellenländer: Mit dem "Classmate PC" tritt Intel gegen den "100-Dollar-Laptop" XO des OLPC-Projekts an. Nach Pilotprojekten in Nigeria und Brasilien und dem kommerziellen Start in Brasilien, Chile und Mexico sollen noch in diesem Jahr mehr als 25 weitere Länder an die Reihe kommen, darunter China, Indien, Indonesien, Libyen, Malaysia, Pakistan, Philippinen, Thailand, Türkei und Vietnam. Das Classmate-PC-Portal im Internet bündelt Informationen und soll Anlaufstelle für die Nutzer des Rechners werden. Das Gerät selbst soll außer in englischer und spanischer auch in den Sprachversionen Arabisch, vereinfachtes Chinesisch, Portugiesische, Russisch, Thailändisch und Türkisch erscheinen, ebenfalls noch im Laufe dieses Jahres.

Intel bettet den Classmate PC in ein Konzept zur Fortbildung von Lehrkräften ein, das wiederum Teil der "World-Ahead"-Strategie des Halbleiter-Weltmarktführers ist. Intel will innerhalb der nächsten fünf Jahre mehr als 1 Milliarde US-Dollar in dieses Konzept investieren und hofft, in Kooperation mit den Bildungsministerien von weltweit 30 Ländern bis 2010 rund 10 Millionen Lehrkräfte für den sinnvollen Einsatz der PC-Technik im Unterricht geschult zu haben. Im Rahmen von Skoool stellt der Konzern auch Unterrichtsmaterialien bereit, vor allem für mathematisch-naturwissenschaftliche Fächer.

Intel hat handfeste wirtschaftliche Gründe für das verstärkte Engagement in Schwellen- und Entwicklungsländern. Dort will das Unternehmen nicht nur bevölkerungsstarke Märkte erschließen, sondern tritt auch gegen das Projekt des 100-Dollar-Laptops an, in dem AMD-Chips stecken. Bei den robusten Billignotebooks für Schüler geht es um Millionenstückzahlen, die den bisherigen Notebook-Markt dereinst weit übertreffen sollen.

Siehe zu diesem Thema auch: