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Intels Server-Prozessor Xeon D-1500: 16-Kern-Version tritt 2016 gegen ARM-SoCs an

Bei den Prozessoren für Cloud- und Storage-Server will sich Intel nicht die Butter vom Brot nehmen lassen: 2016 treten neue Xeon-D-Typen gegen ARMv8-SoCs an.

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Intel Xeon D-1500: Roadmap

Die vor einigen Monaten eingeführten Prozessoren Xeon D-1540 und D-1520 werden durch D-1541 und D-1521 ersetzt, vor allem aber kommen viele neue Versionen hinzu - und 2016 dann 12- und 16-Kerner.

(Bild: Intel)

Zum Start der ARM-Entwicklerkonferenz TechCon am Intel-Stammsitz im Silicon Valley legt der Platzhirsch vor: Die Familie der Server-Prozessoren Xeon D-1500 wächst um sechs Mitglieder mit vier bis acht Kernen, dazu kommen noch billigere Pentium-Ableger und für 2016 werden Versionen mit 12 und 16 Cores versprochen.

Die Xeon-D-Chips mit integrierten 10-Gigabit-Ethernet- und SATA-Controllern und teilweise auch Zusatzbefehlen für Storage-Systeme zielen auf Cloud- und Storage-Server – also genau auf jene Geräte, die auch die Hersteller von 64-Bit-ARM-SoCs ins Visier nehmen, darunter APM (X-Gene), Cavium (ThunderX) und künftig auch AMD (Opteron A1100/Seattle, später K12) sowie Qualcomm.

Unter diesen ARMv8-SoCs sind zwar welche mit viel mehr Cores (ThunderX: 48, kommender Qualcomm-Chip: 24) und leistungsfähigeren Ethernet-Controllern für 40G- oder 100G-Schnittstellen, aber der Xeon D-1500 deckt große potenzielle Marktbereiche ab und verarbeitet vor allem bekannten und lange gepflegten x86- beziehungsweise x86-64-Code.

Im Xeon-D1500 stecken derzeit bis zu 8 und später bis zu 16 Broadwell-Prozessorkerne samt Chipsatz (PCIe 3.0/2.0, SATA 6G, USB 3.0) und 10GbE-Controllern.

(Bild: Intel)

So zwingt Intel der ARM-Konkurrenz die eigenen Preisvorstellungen auf und drängt sie in speziellere Marktsegmente ab – etwa Netzwerk-Router und Telco-Server mit 100-GBit/s-Ethernet oder Einsatzbereiche, die hunderte von Kernen in einer Maschine nutzen. Der Cavium ThunderX lässt sich nämlich über ein kohärentes Interface mit weiteren Prozessoren koppeln, was Intel dem Xeon D-1500 verwehrt, er läuft nur einzeln.

Intel will auch den Entwicklern von Software für Storage- und Netzwerksysteme unter die Arme greifen. Ein Xeon D-1500 soll besonders hohe Performance liefern, wenn man Netwzerk-Aufgaben mit dem Data Plane Development Kit (DPDK) beschleunigt und Storage-Aufgaben mit der Storage Acceleration Library (Intel ISA-L).

Anders als der ebenfalls für Single-Socket-Systeme gedachte Xeon E3-1200 v5 mit Skylake-Innenleben gehört der Xeon D-1500 zwar noch zur Broadwell-Generation, kann aber mit RDIMMs bis zu 128 GByte RAM ansteuern (Xeon E3-1200 v5: 64 GByte). Außerdem hat der Xeon D-1500 viel mehr CPU-Kerne, die aber bei weitem nicht so hoch takten wie die des Xeon E3-1200 v5.

Der Xeon D-1500 muss direkt auf Platinen aufgelötet werden. Er ist also außer für Storage- und Netzwerksysteme vor allem für dicht gepackte oder modulare Server attraktiv, also Systeme wie HP ProLiant Moonshot, Kontron Symkloud und das "Yosemite"-Chassis des Open Compute Project (OCP). Doch Firmen wie Asrock Rack, Kontron und Supermicro löten den Xeon D-1500 auch auf Mainboards, die in gängige Server-Gehäuse passen.

Intel Xeon D-1500 (Broadwell-DE)
CPU-Version Kerne/HT Takt/Turbo TDP Preis
Xeon D-1541 8/ja 2,1 GHz/ja 45 Watt k.A.
Xeon D-1540 8/ja 2,0 GHz/ja 45 Watt 581 US-$
Xeon D-1548 8/ja 2,0 GHz/ja 45 Watt 675 US-$
Xeon D-1537 8/ja 1,7 GHz/ja 35 Watt 571 US-$
Xeon D-1531 6/ja 2,2 GHz/ja 45 Watt k.A.
Xeon D-1528 6/ja 1,9 GHz/ja 35 Watt 389 US-$
Xeon D-1521 4/ja 2,4 GHz/ja 45 Watt k.A.
Xeon D-1520 4/ja 2,2 GHz/ja 45 Watt 199 US-$
Xeon D-1527 4/ja 2,2 GHz/ja 35 Watt 259 US-$
Xeon D-1518 4/ja 2,2 GHz/nein 35 Watt 234 US-$
Pentium D1517 4/ja 1,6 GHz/ja 25 Watt 194 US-$
Pentium D1509 2/nein 1,5 GHz/nein 19 Watt 156 US-$
Pentium D1508 2/ja 2,2 GHz/ja 25 Watt 129 US-$
Pentium D1507 2/nein 1,2 GHz/nein 20 Watt 103 US-$

(ciw)

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