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Computex

Intel-Vorgaben für Project-Athena-Notebooks: Lange Laufzeiten, schnelles Aufwachen

Intel verspricht für unter dem Namen Project Athena entwickelte Notebooks sehr lange Akkulaufzeiten und rasantes Aufwachen.

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(Bild: c't / Florian Müssig)

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Unter dem Namen Project Athena hat Intel ein Marketing-Programm für den Laptop der Zukunft aufgelegt. Zur Computex wurden nun der Anforderungskatalog enthüllt, den die erste Generation solcher Geräte erfüllen muss – und der verspricht tatsächlich begehrenswerte Notebooks.

So sieht Intel Akkulaufzeiten von mindestens 16 Stunden bei der Videowiedergabe (Flugmodus, 150 cd/m2 Bildschirmhelligkeit) vor. Bei produktivem Arbeiten müssen mindestens 9 Stunden möglich sein, wobei der Bildschirm hier heller strahlt (250 cd/m2) und eine permanente Verbindung zum Internet besteht. Letztere kann per WLAN oder über ein optionales LTE-Modem bereitgestellt werden. Schnelles Nachtanken ist ebenfalls Pflicht: Per USB-C muss in unter 30 Minuten genug Saft für 4 Stunden Betrieb in den Akku fließen.

Ferner sieht die Spezifikation schnelles Aufwachen aus dem Modern Standby vor. Konkret bedeutet das, dass das Notebook nach einem Druck auf den Einschalter, dem Aufklappen des Deckels oder der Benutzung eines Fingerabdrucklesers in weniger als einer Sekunde einsatzbereit sein muss und den Nutzer ins Betriebssystem einloggt. Letzteres kann über den genannten Fingerabdruckleser geschehen, aber auch über Windows-Hello-taugliche Kameras.

Intel erklärt Project Athena (Quelle: Intel Newsroom)

Die nötige Performance kommt von Core-i5- oder -i7-Prozessoren, denen mindestens 8 GByte Arbeitsspeicher im Dual-Channel-Modus und eine NVMe-SSD ab 256 GByte (optional Intel Optane H10) zur Seite stehen. Thunderbolt 3 ist ebenfalls Pflicht. Für die Optik schreibt Intel schlanke Bildschirmränder vor und beschränkt die Bildschirmgröße auf 15,x Zoll, damit die Geräte nicht zu groß und schwer werden.

Project Athena Spezifikation 1.0

(Bild: Intel)

Schließlich muss die Hardware für Assistenzsysteme und künstliche Intelligenz ausgelegt sein. So sind Mikrofonsysteme für Cortana, Alexa & Co. vorgeschrieben; lokale KI-Berechnungen sollen mittels OpenVINO und WinML beschleunigt werden. Wenn im Notebook ein Prozessor der frisch vorgestellten zehnten Core-i-Generation (Ice Lake) steckt, ist zusätzliche Hardware-Unterstützung für KI an Bord, doch diese CPU-Generation ist nicht zwingend notwendig: Es sind auch die Vierkerne der altbekannten achten Core-i-Generation zulässig.

Letzteres sorgt dafür, dass die ersten Project-Athena-Notebooks bereits dieser Tage in den Handel kommen: Wie bereits kürzlich vermutet erfüllen die Anfang des Jahres vorgestellten Premium-Notebooks Dell Latitude 7400 2-in-1 und Lenovo Yoga S940 die jetzt veröffentlichte Project-Athena-Spezifikation. Andere dieser Tage in den Handel kommende Edel-Geräte schrammen knapp daran vorbei – dem Asus ZenBook S13 fehlt etwa Thunderbolt.

Laut Intel haben unter anderem Acer, Asus, Dell, HP, Lenovo und Microsoft Project-Athena-Notebooks mit Windows 10 in Arbeit; Google arbeitet an ebensolchen mit Chrome OS. (mue)