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Internationale Funkausstellung trotz Wirtschaftskrise optimistisch

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Die Funkausstellung in Berlin (IFA, 4. bis 9. September 2009) will unbeeindruckt von der weltweiten Krise weiter der Konjunkturmotor der Branche sein. Bereits in den vergangenen zwei Jahren habe die IFA bei den Ausstellerzahlen Rekorde verzeichnet, sagte Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin. "Das schließen wir auch für 2009 nicht aus." Die amerikanische Consumer Electronics Show in Las Vegas hatte dagegen Anfang des Jahres den Wirtschaftsabschwung deutlich zu spüren bekommen. Auch die CeBIT in Hannover hatte einen dramatischen Schwund bei den teilnehmenden Ausstellern verkraften müssen.

Der Branchenverband gfu erwartet für dieses Jahr insgesamt einen Umsatzrückgang um vier Prozent. Damit bewege sich die Branche aber weiterhin auf einem hohen Niveau von mehr als 22 Milliarden Euro, sagte gfu-Vorstandschef Rainer Hecker. "Der Anmeldestand ist jetzt, rund viereinhalb Monate vor dem Start der Ifa, erfreulich gut", sagte Hecker weiter. "Wir sind zuversichtlich, dass die IFA 2009 an das Vorjahr anschließen wird und dass wir im Herbst deutliche positive Signale für die Branche generieren können." Die Messe geht davon aus, dass alle großen Aussteller auch in diesem Jahr kommen werden. Weitere namhafte Hersteller wie etwa Pioneer würden hinzukommen, sagte Göke. Zurückhaltung bei den Ausstellern sei nicht zu spüren. Auch bei der Zahl der Fachbesucher erwartet die Messe keinen Rückgang.

Die Krise treffe die Branche der Unterhaltungselektronik nur partiell, sagte Jürgen Boyny, Analyst der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK). Als Reaktion auf die unsichere wirtschaftliche Lage konzentrierten sich die Menschen stärker auf ihr Zuhause. Dieser Trend belebe das Geschäft. Einer der größten Wachstumstreiber seien die neuen Flachbildfernseher.

Im vergangenen Jahr hatte die Funkausstellung erstmals ihr Angebot um sogenannte Weiße Ware erweitert und Haushaltsprodukte wie Kühlschränke und Waschmaschinen gezeigt. Von diesem Herbst an soll das Technisch Wissenschaftliche Forum unter dem neuen Namen TecWatch über Themen aus der Unterhaltungselektronik hinaus einen Ausblick auf zukunftsorientierte Geschäftsfelder geben, sagte Hecker. (dpa) / (jk)