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Internationaler Protesttag gegen die NSA-Überwachung am 11. Februar

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Ein Jahr nach dem "Blackout"-Day gegen das letztlich gescheiterte US-Zensurgesetz SOPA und dem Suizid des US-Netzaktivisten Aaron Swartz plant eine Koalition aus Bürgerrechtlern, Online-Plattformen und Internetfirmen einen weltweiten Tag des Widerstands gegen die umfassende Netzspionage durch die NSA und andere Geheimdienste. Die Vereinigung "The Day We Fight Back" wirbt dafür, am 11. Februar weltweit gegen die Massenüberwachung zu protestieren und für ein offenes und freies Internet zu kämpfen.

Zu den Initiatoren der Kampagne gehören die Vereinigungen Access, Demand Progress, die Electronic Frontier Foundation (EFF), Fight for the Future und Free Press, die Mozilla-Entwickler sowie die Betreiber der Webseiten BoingBoing, Reddit und ThoughtWorks.

Sie appellieren an alle Mitmacher, am Protesttag unter anderem Volksvertreter zu kontaktieren und sich für die Ziele des Bündnisses auszusprechen. Wer eine eigene Webseite unterhält, soll darauf Banner und Widgets installieren und seine Besucher so zur Teilnahme aktivieren. Mitarbeiter von IT-Firmen sind aufgefordert, von ihren Organisationen einen vergleichbaren Einsatz zu verlangen. Andere Internetnutzer sollen etwa über soziale Medien die Forderungen der Koalition unterstützen.

"Heute ist die größte Bedrohung für ein freies Internet und letztlich für eine freie Gesellschaft das Regime der National Security Agency zur Massenspionage", erläuterte David Segal von Demand Progress. Die NSA-Überwachung stelle einen Angriff auf die Grundrechte dar und unterwandere die Fundamente der Demokratie, ergänzte Josh Levy von Free Press. Nur eine breite Bewegung aus Gesellschaft und Wirtschaft könne die Politik dazu bewegen, die Richtung zu ändern. Die EFF gab die Parole aus: "Wir werden es nicht zulassen, dass die NSA das Internet ruiniert." (Stefan Krempl) / (anw)

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