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Internationaler Schlag gegen Kinderporno-Tausch über Newsgroups

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Strafverfolgungsbehörden aus Deutschland, Großbritannien, Australien, Kanada und den USA sind in einer weltweiten Aktion gegen Produzenten und Anbieter von kinderpornografischem Material vorgegangen. BKA-Angaben zufolge erfolgten bereits am Freitag vergangener Woche Durchsuchungen und Festnahmen auf drei Kontinenten. Einer etwa 50 Mitglieder umfassenden internationalen Bande wird vorgeworfen, seit 2005 große Mengen von kinderpornografischen Bildern, Videos und Texten produziert, beschafft und getauscht zu haben. Die Ermittlungen zogen sich über 13 Monate hin.

Zur Verschleierung der Tathandlungen sollen die Täter "unterschiedliche Internet-Newsgroups" genutzt und "ausschließlich mittels variierender Verschlüsselungstechniken kommuniziert" haben. Das in Deutschland durch das Bundeskriminalamt im Auftrag der Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main geführte Ermittlungsverfahren richte sich gegen vier Deutsche und einen thailändischen Staatsangehörigen. Die Beschuldigten seien zwischen 22 und 66 Jahre alt.

Die Durchsuchungen in Schleswig-Holstein, Baden-Württemberg, Bayern, Sachsen-Anhalt und Thüringen hätten mit einer Ausnahme in allen Fällen zum Auffinden von bedeutenden Beweismitteln geführt, heißt es weiter. Die eingesetzten Kräfte hätten große Datenmengen sichergestellt, darunter mutmaßlich kinderpornografische Bilder und Videos. Allein in einem Fall habe das sichergestellte Datenvolumen annähernd drei Terabyte betragen. In den USA wurden 14 Tatverdächtige, in Großbritannien und Australien jeweils zwei Tatverdächtige festgenommen. (pmz)