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Internet Explorer schwächelt - zumindest auf B2B-Websites

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Microsofts Internet Explorer hat laut Zahlen der Unternehmensberatung Janco Associates innerhalb der vergangenen zwölf Monate knapp 10 Prozentpunkte Anteil an einem Segment des US-amerikanischen Webbrowser-Marktes verloren. Er notiert nun bei 64 Prozent, geht aus einer Mitteilung hervor. Der Branchenzweite Firefox verbesserte sich binnen Jahresfrist um 5,6 Prozentpunkte auf 17,4 Prozent. Auf dem dritten Platz folgt Netscape mit 10,2 Prozent bei einem Rückgang um 0,5 Prozentpunkte. Platz vier nimmt "Google Desktop" ein, der sich seit September 2006 um 1,7 Prozentpunkte auf 2,4 Prozent verbesserte.

Janco entwickelt und betreibt nach eigenen Angaben diverse Websites. Dabei ermittelt das Unternehmen die Browsersoftware sowie das Betriebssystem der Besucher und wertet die Zahlen aus. Janco versucht, die nicht von Menschen verursachten Besuche auszufiltern. Sämtliche beobachteten, hauptsächlich in den USA beheimateten Websites werden laut Janco kommerziell betrieben und konzentrieren sich auf Kontakte von "Business to Business".

Für die Zeit von Januar 2005 bis September 2007 stellen die Marktforscher für den Internet Explorer sogar einen Rückgang um 22 Prozentpunkte fest. Netscape 8 bezeichnen sie als einen "kolossalen Flop", und dem Google Desktop trauen sie eine kräftige Entwicklung zu. Dem Firefox attestiert Janco eine Wiederbelebung der Nachfrage nach einer Schwächephase über das vierte Quartal 2006 und das erste Quartal 2007. Als Ursache für diese Entwicklung haben die Marktforscher durch Interviews mit Nutzern festgestellt, ihnen falle es nun leichter, zwischen Firefox und Internet Explorer hin und her zu wechseln.

Das von Janco in der Betriebssystemstatistik seit Januar berücksichtigte Windows Vista hat nach den Janco-Zahlen nun einen Marktanteil von 5,69 Prozent, das ist ein Zehntel Prozentpunkt mehr als im vorigen Monat. Der Anteil von Windows XP ging seit Januar von 81,03 auf 80,18 Prozent in diesem Monat zurück. Im August nahm Windows XP noch einen Marktanteil von 80,01 Prozent ein, das heißt gegenüber dem vorigen Monat hat der Vista-Vorgänger leicht hinzugewonnen.

Auch diese Zahlen wurden durch Auswertung der oben genannten Websites ermittelt. Sie lassen sich also nicht direkt auf die Gesamtheit der Internetnutzer hochrechnen. Zudem können Webbrowser einen anderen User Agent vortäuschen. Ähnliche Vorbehalte sind auch gegenüber der unten aufgeführten Webbrowser-Statistik von heise online angebracht. Im Längsschnitt lässt sie aber immerhin Rückschlüsse auf eine Tendenz zu.

Browser-Anteile auf heise online

User-Agent September
2007
August
2007
September
2006
Firefox 2.0 46,6 % 46,1 % 1,1 %
Internet Explorer 6.0x 15,2 % 16,3 % 25,7 %
Internet Explorer 7.0x 10,9 % 10,5 % 1,7 %
Opera 9.x 8,4 % 8,2 % 6,5 %
Andere/Unbekannt 4,3 % 4,3 % 7,5 %
Gecko (Mozilla/Netscape 6 o.ä.) 4,1 % 4,1 % 5,0 %
Apple Safari 3,8 % 3,4 % 2,8 %
Firefox 1.5 2,6 % 2,9 % 43,0 %
KDE Konqueror 2,0 % 2,0 % 2,1 %
Firefox 1.0 0,8 % 0,8 % 3,8 %

Browser-Hersteller auf heise online
Hersteller September
2007
August
2007
September
2006
Mozilla & co (Gecko-Engine) 55,4 % 55,2 % 53,0 %
Microsoft 26,5 % 27,4 % 28,2 %
Opera 8,7 % 8,5 % 7,8 %
Apple 3,8 % 3,4 % 2,8 %
KDE 2,0 % 2,0 % 2,1 %
Netscape vor 6.x 0,1 % 0,2 % 0,2 %
Anteile der Betriebssysteme auf heise online im September 2007: Windows XP 61,1 %, Linux 13,6 %, Windows 2000 7,5 %, Mac OS 6,6 %, andere/unbekannt 5,8 %, Windows Vista 4,7 %, Windows 98 0,7 %

heise-online-Statistik [250 x 200 Pixel @ 5,6 KB]
Anteile der Browserhersteller unter den Besuchern von heise online [Ein Klick fördert die vollständige Grafik zutage] Vergrößern

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