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Internet Explorer unterstützt kostenlose Zertifikate

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Mit dem letzten Update hat Microsoft auch die israelische Firma StartCom zu den im Betriebssystem vorinstallierten Root-Zertifikaten hinzugefügt. Microsoft-Produkten wie der Internet Explorer akzeptieren daher nun von StartCom ausgestellte Zertifikate, ohne dass der Anwender gefragt wird oder selbst an den Zertifikaten herumkonfigurieren muss. Das gilt auch für andere Programme, die den Zertifikate-Speicher des Betriebssystems benutzen.

StartCom bietet Zertifikate für das Signieren von E-Mails (S/MIME) aber auch für den SSL-Zugriff auf Server (z. B. HTTPS) kostenlos an. Allerdings wird bei diesen "Class-1-Zertifikaten" kaum mehr als die E-Mail-Adresse des Antragstellers geprüft.

Im Zertifikat-Speicher der Mozilla-Programme (Firefox, Thunderbird usw.) ist StartCom schon länger vertreten. Andere Stellen, die kostenlose Server-Zertifikate anbieten (wie CACert), stehen jedoch bisher nicht in den Root-CA-Listen verbreiteter Programme. Die Anwender müssen daher entweder jedes Server-Zertifikat einzeln prüfen und bestätigen oder das Root-Zertifikat solcher Stellen selbst in den Zertifikat-Speicher einfügen.

Das Root-Zertifikat-Update ist über das Windows-Update als "optionales Update" zu beziehen. (je)