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Internet-Geschwindigkeitsrekord mit Sunet und Sprint

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Die Technische Universität im nordschwedischen Luleå und ein PoP (Point-of-Presence) des US-amerikanischen Providers Sprint im kalifornischen San José haben zusammen die Anerkennung eines Internet2 Land Speed Record beim Internet2-Konsortium beantragt; dies nur rund zwei Wochen nach der Anerkennung eines Rekords zwischen CERN und dem Caltech. Der in Bit-Metern pro Sekunde angegebene Wert enthält neben der reinen Geschwindigkeit auch die Länge der Übertragungsstrecke.

Dazu wurde das GigaSunet-Backbone des schwedischen Sunet-Universitätsnetzes und das SprintLink-Backbone benutzt; über diese Verbindung wurden mittels des ttcp-Programms rund 840 Gigabyte an Daten in weniger als 30 Minuten gesendet. Die Geschwindigkeit auf der Gesamtstrecke von etwa 16.343 Kilometern im Singlestream-Modus des IPv4-Protokolls betrug 69,073 Petabit-Meter pro Sekunde, was einer Steigerung von rund zwölf Prozent gegenüber dem letzten Rekord und einer reinen Datengeschwindigkeit von 4,23 Gbit/s entspricht. Als Hardware zum Einsatz kamen zwei handelsübliche Dell 2650 Server mit jeweils nur einem Intel Xeon-2,0GHz-Prozessor, 512 MB RAM und einem Intel Pro/10GbE-LR Netzwerkadapter. Auf den Rechnern lief die kommende 2.0-Version von NetBSD, die sich durch gute Skalierung des TCP-Codes auszeichne, hieß es im Testbericht.

Die Beteiligten heben die im Vergleich zum letzten Rekord bescheidene Hardwareausstattung und die längere Übertragungsstrecke hervor. Außerdem seien die Netze zum Testzeitpunkt von über einer halben Million anderer Benutzer belastet gewesen. (mhe)