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Internet-Kriminalitätsrate verdreifacht

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Die Zahl der Meldungen über kriminelle Aktivitäten im Internet, die zu Ermittlungen führten, hat sich im Jahr 2002 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum verdreifacht. Das geht aus einem Bericht des Internet Fraud Complaint Center (IFCC) hervor. Insgesamt 48.252 der eingegangenen Beschwerden sind im vergangenen Jahr an die Strafverfolgungsbehörden weitergeleitet worden. Der durch die Betrügereien verursachte Schaden ist von 17 Millionen auf 54 Millionen US-Dollar gestiegen.

Der Hauptanteil von 46 Prozent aller Delikte lässt sich auf Vergehen bei Internet-Auktionen zurückführen. 31 Prozent der Meldungen betrafen Beschwerden über nicht ausgelieferte oder nicht bezahlte Waren, weitere 12 Prozent Kreditkartenbetrug. Die Nigeria-Connection hat im Schnitt einen Schaden von 3.864 US-Dollar pro bezifferbarem Vorfall verursacht. Durch Scheckbetrug entstand im Schnitt ein Schaden von 1.100 US-Dollar, bei Identitätsklau (Diebstahl von persönlichen Informationen wie Kreditkarten-Daten und Sozialversicherungsnummern) betrug der Schaden durchschnittlich 2.000 US-Dollar.

Das IFCC hat über diese an die Behörden weitergeleiteten Meldungen über Betrügereien hinaus 36.920 Fälle über Einbrüche in Computersysteme, SPAM, Kinderpornografie und andere Gesetzesüberschreitungen aufgenommen. Alle Fälle, die nicht direkt der Internet-Kriminalität zugeordnet werden konnten, wurden an die jeweils zuständigen Institutionen weitergeleitet.

Das seit Mai 2000 tätige IFCC sammelt die Meldungen über Internet-Kriminalität, leitet sie an die Justizbehörden weiter und koordiniert die Aktivitäten zur Verfolgung der Straftäter. Partnerschaften mit zahlreichen Organisationen und Institutionen, unter anderem dem NCMEC, das an einer US-weiten Datenbank mit kinderpornografischem Material mitarbeiten soll, sollen der schnellen Hilfe für die Opfer dienen. (ola)

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