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Internet-Werbebanner sind keine Auszeichnung wert

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Deutschlands Werbe-Elite ist von Kreativität und Design in den neuen Medien nicht besonders begeistert. Beim diesjährigen Wettbewerb des Art Directors Club Deutschland (ADC) gab es für interaktive Medien keine einzige Goldmedaille. Elf Mal Gold verlieh der ADC am gestrigen Samstag hingegen in den klassischen Medien, unter anderem für Printanzeigen der Deutschen Bahn und der FAZ. Der ADC-Preis ist so etwas wie der Oscar der Werbebranche. Bewertet werden aber nicht nur Anzeigen und TV-Spots, sondern auch Packungsdesign, Zeitschriftenlayout oder Webauftritte. Einziger Maßstab für die ADC-Jury ist die Kreativität. Deshalb vergeben die Juroren in einer Kategorie nur dann Goldmedaillen, wenn auch wirklich herausragende Arbeiten vorliegen.

Besonders unkreativ wirkten offenbar die von den Agenturen eingereichten Internet-Werbebanner. Für sie reichte es nicht mal zu einer Bronzemedaille. Lediglich die Banner für die Frankfurter Rundschau wurden lobend erwähnt. Für überzeugendes Webdesign gab es drei Mal Silber und zwei Mal Bronze. Silber ging an chewingthesun.de (Realisation: chewing the sun kommunikationsdesign), wallpaper.com (I-D Media) und cyber-pirates.com (Scholz & Volkmer). Bronze bekamen Frank Gürgens für bug-x.de sowie nochmals Scholz & Volkmer für rui-camilo.de. Die ADC-Homepage bietet eine detaillierte Übersicht zu den Medaillen und Auszeichnungen. (hod/c't) / (jk)