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Internet für lau per WLAN-Hotspot

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Die Berliner Maxspot GmbH will ab Januar mit einem für Surfer kostenlosen Angebot die Hotspot-Szene aufmischen: Wer sich registriert, darf über die noch dünn gesäten Maxspot-Basisstationen gratis browsen. Allerdings steht anders als bei Fon oder Sofanet kein vollwertiger Internet-Anschluss zur Verfügung, die Hotspots erlauben derzeit nur Web- und E-Mail-Verkehr.

Kosten entstehen allein bei den Hotspot-Betreibern und Maxspot. Erstere benötigen einen DSL-Anschluss mit Flatrate sowie einen angepassten WLAN-Router. Entweder installiert der Betreiber selbst die Maxspot-Firmware auf ein vorhandenes Gerät oder er kauft einen präparierten Router bei Maxspot. An laufenden Kosten kommen 25 bis 30 Euro pro Monat zusammen, wenn nicht sowieso ein DSL-Anschluss vorhanden ist. Maxspot betreibt Authentifizierungsserver, die auch das vom Gesetzgeber geforderte Logging erledigen. Der Kunde meldet sich mit E-Mail-Adresse und Passwort über eine Einstiegsseite an. Detaillierte Sitzungsdaten wie etwa angesteuerte Internetseiten speichert man nicht, versichert der Geschäftsführer Falk Eckert.

Hotspot-Betreiber können für 60 Euro im Jahr eine eigene Portalseite bei Maxspot lagern, ein Cafe beispielsweise seine Getränkekarte, um den Umsatz durch das Gratis-WLAN zu fördern. Weitere Einnahmen will Maxspot über örtliche Angebote (Location Based Services) erzielen, derzeit kooperiert man mit Google und Go Yellow. Über weitere Dienste, etwa Radio/TV-Streams oder einen Flickr-Zugang, denkt man nach.

Die Maxspot-Firmware setzt auf das Open-Source-Projekt OpenWRT auf und ergänzt es um die Portal-Software WifiDog. Anders als bei Fon beherrscht die Lösung noch kein Multi-SSID, also unterschiedliche WLAN-Funkzellen für öffentlichen und privaten Zugang. Will der Betreiber beides, muss er den Maxspot-Router hinter einen vorhandenen WLAN-Router schalten. (ea)