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Internet für skandinavische Fernsehfamilien

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Die Hildesheimer Metabox AG, Herstellerin von Internet-Set-Top-Boxen, und die Investorengruppe Inter-Nordic aus Dänemark haben eine Zusammenarbeit für den skandinavischen Raum vereinbart und sich auf die Lieferung von 1,8 Millionen Geräte von Metabox geeinigt. Wie es heißt, wollen die Investoren aus dem Norden mit der erworbenen Technik eine E-Commerce-Plattform aufbauen, an der sich dann auch der Gerätehersteller selbst wiederum beteiligen kann.

In der Gruppe Inter-Nordic haben sich nach Angaben der Metabox AG eine Bank, eine Telekommunikationsfirma, ein Medienunternehmen und ein Online-Shop zusammengeschlossen, die in den Ländern Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland und Island tätig sind. Mit den Metabox-Geräten lässt sich ohne zusätzlichen PC auf das Internet zugreifen; die Darstellung erfolgt auf einem Fernsehbildschirm. Zudem ermöglichen die Boxen Zugang zu einem speziellen Datenrundfunk – die Metabox AG vertreibt das Know-How und die Technik dazu.

Für die jetzt bekannt gegebene Vereinbarung haben die Partner eine Laufzeit von zunächst zwei Jahren vereinbart; die ersten Metaboxen werden den Planungen zufolge im ersten Quartal 2001 geliefert. Das Geschäft soll einen Umfang von 1,8 Milliarden Mark haben.

Für die Metabox AG kam die Bekanntgabe der Vereinbarung genau zur rechten Zeit: Am Montag brach die Aktie des Hildesheimer Unternehmens am Neuen Markt in Frankfurt um 14 Prozent ein, der Schlusskurs lag bei 72,50 Euro. Am gestrigen Dienstag gab der Kurs noch einmal um knapp fünf Prozent nach, und auch heute startete die Aktie zunächst schwach. Erst die guten Nachrichten über die Vereinbarung mit Inter-Nordic ließen den Kurs gegen Mittag deutlich nach oben schnellen. Um 16.00 Uhr kostete das Papier von Metabox mit knapp 90 Euro fast 25 Prozent mehr als bei Börsenschluss am Vortag. (chr)