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Internet gibt Yoga neuen Schwung

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Auf der Suche nach neuen Kunden beschreitet New York Yoga, ein zehn Monate altes Studio an Manhattans Upper East Side, neue Wege: Wen die Aussicht auf Ertüchtigung von Körper und Geist nicht vor die Tür locken kann, der kann den Kursen nun per Livestream am heimischen PC folgen.

Ein Blick auf die Preisliste von New York Yoga offenbart, dass es sich bei Online-Yoga um kein ganz billiges Vergnügen handelt: Ein Jahresabo kostet immerhin 432 US-Dollar, für einen Monat verlangt das Studio 39,95 US-Dollar; die Kosten für den Internetzugang sind da natürlich noch nicht enthalten. Wer erst einmal reinschnuppern möchte, ist für einen Live-Unterricht aber auch schon mit 5,99 US-Dollar dabei oder kann zwischen sechs und 36 Yogastunden erwerben, um sie in einem vorgegebenen Zeitraum zu nutzen.

Noch hält sich New York Yoga mit Angaben über die Anzahl seiner Online-Nutzer zurück. Doch das Kundenpotenzial scheint riesig: Experten schätzen, dass mindestens sechs Millionen Amerikaner Yoga betreiben, optimistische Quellen sprechen gar von 18 Millionen. Noch allerdings fehlt es an statistischen Erhebungen, wieviele davon auch über den nötigen Breitband-Anschluss vefügen.

Erste Nutzer bemängeln, dass bei dem kleinen Livestream-Bild auf dem PC-Monitor die rechte Atmosphäre nicht aufkommen mag. Pat Murray, für die technische Umsetzung des Angebots zuständig, hat bereits Besserung versprochen. Für ein weiteres Problem dürfte er allerdings keine Lösung haben: So befürchten Kritiker, dass sich Online-Teilnehmer während der Übungen verletzten könnten, für die Erste Hilfe aber niemand bereitstehe. (nij) / (ad)