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Internet.org: Facebook kooperiert mit Satellitenbetreiber Eutelsat

Die beiden Unternehmen kooperieren, um Menschen in der Subsahara-Region mit Internet zu versorgen.

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Globus

(Bild: Eutelsat)

Facebook und Eutelsat kooperieren, um mit der Facebook-Initiative Internet.org Afrikaner online zu bringen. Dazu haben sie eine über mehrere Jahre laufende Vereinbarung geschlossen, an der auch der Satellitenbetreiber Spacecom beteiligt ist. Laut Mitteilung sollen die betroffenen Gebiete in der Subsahara mit Hilfe eines künftigen Amos-6-Satelliten versorgt werden.

Der Dienst soll in der zweiten Hälfte des kommenden Jahres aufgenommen werden. Der Satellit soll Gebiete in West-, Ost- und Südafrika abdecken und ist vor allem für Menschen gedacht, die weder Festnetz- noch Mobilfunkanbindung haben. Seine Kapazität soll zwischen Eutelsat und Facebook aufgeteilt werden.

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg hatte Internet.org vor zwei Jahren ausgerufen. Sie will das Internet auch zu denjenigen bringen, die bislang noch keinen Zugang haben. Ziel sei es, die fünf Milliarden Menschen, die noch nicht online sind, ins Netz zu bringen.

Facebook hatte zu seinem Projekt s auch schon starken Gegenwind bekommen: Es biete keinen echten freien Zugang zum Netz. "Internet.org ist nicht neutral, nicht sicher und nicht das Internet", kritisieren etwa die Netzaktivisten der Electronic Frontier Foundation (EFF). Indische Aktivisten betonten, "Facebook ist nicht das Internet, und sollte es auch nicht sein".

Zuckerberg aber verteidigte sein Projekt bei der Vorstellung einer riesigen Drohne, die ebenfalls Internet-Zugang in entlegene Gebiete liefern soll: Die Bemühungen seien wichtig, da 10 Prozent der Weltbevölkerung in Regionen lebten, in denen es keine Internet-Infrastruktur gebe. "Um jeden kostengünstig zu vernetzen, müssen wir vollständig neue Techniken entwickeln." (anw)

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