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Internet per Stromnetz: EnBW muss ohne Siemens weitermachen

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Heute kündigte der baden-württembergische Stromversorger EnBW, einer der hiesigen Vorreiter in Sachen Powerline Communication (PLC), an, im Sommer einen großangelegten Feldversuch mit 7500 Teilnehmern starten zu wollen. In einem Nebensatz hieß es überraschenderweise, man halte auch ohne den ursprünglichen Partner Siemens an der Planung fest, in Ellwangen an der Schwäbischen Alb einen schnellen Internet-Zugang über die Stromleitung zu realisieren. Nun soll für die PLC-Modems mit Ascom nach Siemens und Nortel der dritte Hardware-Partner von EnBW zum Zuge kommen. Der kanadische Telecom-Ausrüster Nortel hatte sich bereits 1999 von der PLC-Technik verabschiedet, wodurch EnBW damals bereits erst einmal im Regen stand.

Andreas Fischer, Firmensprecher von Siemens, begründet den Rückzug damit, dass man die Marktöffnung für PLC nun doch erst später als bisher angenommen (Sommer 2001) erwartet. Außerdem stünden PLC noch europaweite regulatorische Hemmnisse entgegen. Man wolle angesichts des anhaltenden Ingenieur-Mangels die eigenen Entwickler lieber für drängendere Aufgaben in anderen, vielversprechenderen Kernfeldern – Breitband-Zugang und IP Convergence – einsetzen. (ea)