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Internet über Fernseher wird kaum genutzt

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Nur wenige Besitzer eines internetfähigen Fernsehgeräts nutzen auch die damit verbundenen Möglichkeiten. Zwar stehen laut einer Untersuchung im Auftrag des Branchenverbands Bitkom immer mehr Fernseher mit Internetzugang in deutschen Haushalten. Allerdings gehen nur 13 Prozent der 767 befragten Smart-TV-Besitzer auch tatsächlich mit dem Gerät ins Netz. Das geht aus vom Bitkom vorgelegten Zahlen des Konsumforschungsinstituts Gfk in Nürnberg hervor.

Internetfähige Fernseher: Viele Möglichkeiten, die kaum genutzt werden.

Insgesamt wurden den Angaben zufolge seit der Einführung der internetfähigen Fernseher vier Millionen Geräte verkauft, 226.000 davon allein im September 2011. "Internet und Fernsehen verschmelzen. Das Web gehört bei hochwertigen TV-Geräten inzwischen zur Standardausstattung", sagte Ralph Haupter, Mitglied im Bitkom-Präsidium. Bei der tatsächlichen Nutzung der Internetdienste fällt die Bilanz allerdings ernüchternd aus.

An Angeboten mangelt es jedoch nicht, wie zum Beispiel den Zugriff auf Video-on-Demand-Dienste oder Informationen zum aktuellen Programm. Zudem zählt das "Hybrid Broadcast Broadband TV" kurz HbbTV als Nachfolger des klötzchengrafikhaften Videotextes. Der im Juli 2010 eingeführte Standard ermöglicht wirkliche Interaktion zwischen TV-Anbietern und Zuschauern. Die Sender könnten programmbegleitende Zusatzinformationen oder sogar Bestellmöglichkeiten anbieten. Besonders interessant ist das Feature zum nachträglichen Abrufen von verpassten Sendungen. (dta)