Internetangebot von BBC möglicherweise bald kostenpflichtig

Der britische Radio- und Fernsehsender BBC erwägt, sein Internetangebot BBCOnline in Zukunft nicht mehr kostenlos anzubieten.

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  • Karsten Violka

Der britische Radio- und Fernsehsender BBC erwägt, sein Internetangebot BBC Online in Zukunft nicht mehr kostenlos anzubieten. Die Nutzer sollen für den Abruf von Sendungen als Online-Stream zur Kasse gebeten werden. Dies meldet die britische Tageszeitung The Guardian unter Berufung auf ein Interview der Financial Times mit dem BBC-Leiter der Neuen Medien, Ashley Highfield.

Viele Beiträge, wie die Nachrichtensendung Newsnight, können zur Zeit direkt nach der Ausstrahlung kostenlos im Netz abgerufen werden. Highfield sagte, dass die Hälfte des derzeit etwa zehn Millionen zählenden Publikums die Beiträge außerhalb Großbritanniens abruft – Nutzer, die keine Rundfunkgebühren zahlen. Die BBC nimmt etwa 2,4 Milliarden Pfund Gebühren pro Jahr ein; davon wurden letztes Jahr 73 Millionen für digitale Medien ausgegeben.

Laut der BBC entspricht die Äußerung Ashley Highfields nicht der derzeitigen Politik. Allerdings sei die Finanzierung des Online-Auftritts in Zukunft nicht mehr allein durch Rundfunkgebühren zu decken, die England zuletzt 1999 erhöhte, um ebensolche Angebote zu finanzieren. Erst vor kurzem stellte der Sender seinen internationalen Kurzwellendienst ein, mit der Begründung, dass heutzutage ja ein Großteil der Nutzer die Informationen über das Netz abrufen könne. (kav)