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Internetzensur in China funktioniert offenbar effektiver als erwartet

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Die Zensur per Internet-Filter läuft in der Volksrepublik China offenbar effizienter als erwartet. Laut einer Studie von Wissenschaftlern der Universitäten von Harvard und Cambridge (USA) sowie Toronto (Kanada) gelingt es den staatlichen Zensoren, das chinesischsprachige Internet weitgehend von unliebsamen Inhalten -- wie Berichten zum Taiwankonflikt -- frei zu halten. Um dieses Ziel zu erreichen, setzten die staatlichen Stellen neben den technischen Filtern bei Suchmaschinen auch auf gezielte Sperrung von ausgesuchten Websites. Auch die Überwachung in Internet-Cafés sei äußerst weitgehend, heißt es.

Wer es schaffe, 100 Millionen Internetnutzer unter Kontrolle zu halten, der müsse über die technisch fortschrittlichsten Internetfilter der Welt verfügen, lautet die Schlussfolgerung der Experten. Sie äußern gleichzeitig die Befürchtung, dass andere Länder dem Vorbild Chinas nacheifern könnten.

Ein beliebtes Mittel der Zensoren ist auch weiterhin die Schließung von Internetcafes sowie die politische Verfolgung kritischer Stimmen. Die Organisation Reporter-ohne-Grenzen macht sich unterdessen weiterhin für den freien Informationsfluss im globalen Netz stark. (tol)

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