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Interpol gelingt erneut schneller Erfolg mit Internet-Fahndung

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Die neue Taktik der internationalen Polizeibehörden, gesuchte Sexualstraftäter über weltweit im Internet veröffentlichte Bilder zu verfolgen, hat erneut einen schnellen Erfolg gebracht. Nur 48 Stunden nach der Veröffentlichung von Fotos eines mutmaßlichen Kinderschänders, der in Asien mehrere Jungen missbraucht haben soll, schlugen Fahnder im US-Bundesstaat New Jersey zu. Nach Interpol-Angaben verhaftete eine Spezialeinheit der U.S. Immigration and Customs Enforcement (ICE) am heutigen Donnerstag einen 59-jährigen US-Bürger, der sich offenbar beim Missbrauch der Kinder hatte fotografieren lassen. Die Bilder sollen Polizeiangaben zufolge seit Anfang 2006 im Internet kursieren.

Laut Interpol führten verschiedene Hinweise aus der Bevölkerung auf die Spur des Mannes. Die internationale Polizeibehörde hatte am Dienstag insgesamt sechs Bilder veröffentlicht, die das Gesicht des 59-Jährigen zeigen. Der Mann soll auf insgesamt rund 100 Missbrauchsbildern zu erkennen sein, die die norwegische Polizei zuerst im Internet entdeckte. Im Oktober vergangenen Jahres hatte sich Interpol in einem ähnlichen Fall erstmals an die Öffentlichkeit gewandt. Auch die "Operation Vico", die öffentliche Fahndung nach dem gesuchten Sexualstraftäter, hatte spektakulären Erfolg: Der gesuchte Mann konnte schnell identifiziert werden, obwohl sein Gesicht auf den Missbrauchsbildern verfremdet war. Er wurde kurz darauf in Thailand verhaftet. (pmz)