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Interpol identifiziert weltweit gesuchten Sexualstraftäter

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Interpol hatte am 8. Oktober eine internationale Fahndung nach einem mutmaßlichen Pädophilen mit einem Foto ausgeschrieben, auf dem das Gesicht des Verdächtigen aus Hunderten von Fotos rekonstruiert worden war, in denen er dieses mit Farbstrudeln unkenntlich machen wollte. Die verfremdeten Bilder, die den Mann zeigten, wie er sich an Kindern in Vietnam und Kambodscha vergeht, zirkulierten seit Jahren im Internet. Angenommen wurde, dass der Mann als Sextourist herumreist und dabei Kinder missbraucht. Da die Suche, genannt Operation Vico, vergeblich war, griff Interpol mit der Hilfe von Computerexperten des BKA zu dem Mittel, das Gesicht zu rekonstruieren und die Öffentlichkeit aufzufordern, den Mann zu identifizieren. Interpol griff zu dem Mittel, um künftige Opfer vor dem als gefährlich betrachteten Mann zu schützen, aber auch, um Pädophilen, die sich an Kindern vergehen, zu demonstrieren, dass sie auch auf verfremdeten Bildern erkannt werden können.

Verfremdetes Foto, das rekonstruierte Gesicht, Aufnahme der Überwachungskamera [Bilder: Interpol]

Wie Interpol schon einen Tag später meldete, hat die Fahndung große Aufmerksamkeit gefunden, viele Internetnutzer auf die Website von Interpol gelockt und zahlreiche Hinweise erbracht. Nun glaubt man, den Verdächtigen tatsächlich identifiziert zu haben, der von fünf unabhängigen Personen aus drei Ländern erkannt worden war. Es soll sich um einen Englischlehrer handeln, der sich jetzt in Thailand aufhält und zuvor an einer Schule in Südkorea gearbeitet hatte. Der Mann, dessen Name, Nationalität und Pass-Nummer bekannt sei, ist letzten Donnerstag von Seoul nach Bangkok geflogen, wo sein Gesicht von Überwachungskameras identifiziert worden sei. In Thailand wird nun nach dem Mann gesucht. (fr)