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Intershop hofft wieder einmal auf Gewinne

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Nach dem verfehlten Ziel einer "schwarzen Null" für 2004 will der angeschlagene Software-Anbieter und E-Commerce-Spezialisten Intershop in diesem Jahr wieder Gewinn machen. "Wir sind zuversichtlich, dass die einschneidenden Restrukturierungsmaßnahmen der vergangenen Jahre auf der einen Seite sowie das technologische Know-how und das attraktive Kundenportfolio Intershops auf der anderen Seite das Unternehmen in 2005 in die Gewinnzone führen werden", sagte Jürgen Schöttler, Vorstandschef beim einstigen Star der New Economy.

Der Nettoverlust bei Intershop verringerte sich 2004 auf 8,8 Millionen Euro nach 18,6 Millionen im Vorjahr. Der Umsatz ging allerdings ebenfalls weiter zurück auf 17,6 Millionen Euro nach 23,2 Millionen im Jahr zuvor. Im vierten Quartal lag der Umsatz bei 3,7 Millionen Euro nach 4,6 Millionen Euro im gleichen Vorjahresquartal. Der Quartalsnettoverlust lag bei 4,8 Millionen Euro, nachdem im gleichen Quartal des Vorjahrs noch ein Nettogewinn von 0,1 Millionen Euro in den Büchern stand. Intershop begründet die erneuten Quartalsverluste mit "durch außerordentliche Kosten erhöhte Gesamtbetriebskosten"; in den Sonderfaktoren sind beispielsweise Rückstellungen in Höhe von 2,3 Millionen Euro für die Beilegung von Sammelklagen in den USA enthalten.

Insgesamt konnte Intershop zum 31. Dezember 2004 auf 8,4 Millionen liquide Mittel zurückgreifen, frei verfügbar davon waren 1,6 Millionen Euro. Für 2005 konnte Intershop die Liquidität durch die vor kurzem ausgegebene Wandelschuldverschreibung um 11,3 Millionen Euro erhöhen. (jk)