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Intershop schreibt weiter rote Zahlen

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Der Software-Anbieter Intershop bleibt in den roten Zahlen. Die negative Umsatz- und Ergebnisentwicklung zu Jahresbeginn konnte im zweiten Quartal nur abgeschwächt werden, wie der Vorstand am Mittwoch mitteilte. Nach der ersten Jahreshälfte verbuchte das Unternehmen beim Umsatz einen Rückgang von vier Prozent auf 25,4 Millionen Euro. Im ersten Quartal waren es noch minus acht Prozent. Das Defizit beim Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) vergrößerte sich von 1,7 Millionen Euro im ersten Quartal auf nun 2,9 Millionen Euro. Der Kurs der Intershop-Aktie in Frankfurt verlor zeitweise fast elf Prozent.

Intershop ist nach eigenen Angaben der einzige konzernunabhängige Anbieter für Programme, mit denen Unternehmen Internet-Plattformen für den Online-Handel betreiben können. Als Grund für den Rückgang bei Umsatz und Ertrag nannte der Vorstand einen verschärften Wettbewerb sowie den anhaltenden Trend zum Mieten und nicht Kaufen von Software. Dadurch sei der Umsatz mit Softwarelizenzen im ersten Halbjahr von 2,8 auf 1,7 Millionen Euro gesunken. Nach einem leichten Gewinn von 235 000 Euro im Vorjahreszeitraum erwirtschaftete Intershop nun einen Fehlbetrag von 2,9 Millionen Euro. Das Unternehmen ist laut Vorstand schuldenfrei.

Der Vorstand bekräftigte seine Geschäftsprognose für 2013. Danach soll ein Umsatzwachstum im einstelligen Prozentbereich bei "annähernd ausgeglichenem Ergebnis" erzielt werden, erklärte Finanzvorstand Ludwig Lutter. Er rechnet im zweiten Halbjahr mit positiven Effekten aus Investitionen in Marketing und Vertrieb. Vorstandssprecher Jochen Moll berichtete von einem guten Vorlauf bei Projekten, zu denen acht neue Geschäftspartner beigetragen hätten. Intershop beschäftigt derzeit 540 Mitarbeiter.

Zum 1. August hat das Software-Unternehmen seinen Vorstand auf drei Mitglieder erweitert. Verstärkung wird von dem ehemaligen SAP-Mann Jochen Wiechen erwartet. Der promovierte Physiker soll unter anderem für Produktentwicklung zuständig sein. (sybe)