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Intershop weiter in der Verlustzone

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Der Jenaer E-Commerce-Softwareanbieter Intershop ist im ersten Quartal 2006 wieder in die roten Zahlen gerutscht. Nach einem leichten Gewinn im vierten Quartal 2005 wies das börsennotierte Unternehmen nun einen Verlust von 1,5 Millionen Euro aus. Das Minus resultiere aus Sonder- und Einmaleffekten, sagte der Vorstandschef der Intershop AG, Jürgen Schöttler. So hätten Aufwendungen für eine veränderte Rechnungslegung und für den Messeauftritt bei der CeBIT zu Buche geschlagen. Trotzdem halte das Softwarehaus an seiner Prognose fest, in diesem Jahr erstmals schwarze Zahlen zu schreiben. Schwarze Zahlen hatte Intershop allerdings vor einem Jahr bereits für 2005 erhofft: Im vergangenen Jahr kam aber ein Umsatz von 17,8 Millionen Euro bei einem Verlust von 3,3 Millionen Euro zustande.

"Wir haben weitere Großaufträge in der Pipeline", sagte Schöttler. Zuletzt hatte das einstige Vorzeigeunternehmen der ostdeutschen Gründerszene von einer US-amerikanischen Technologiefirma einen Großauftrag für 4,4 Millionen Euro erhalten. Zur Jahresmitte werde wieder mit steigenden Umsätzen gerechnet, sagte Schöttler. Im ersten Quartal erwirtschaftete Intershop Umsätze in Höhe von 5,1 Millionen Euro nach 5,3 Millionen Euro im Vorquartal.

Die Liquiditätsengpässe, unter denen das Unternehmen noch vor anderthalb Jahren litt, sind laut Schöttler "völlig überwunden". Der Barmittelbestand habe sich im ersten Quartal erhöht. Die frei verfügbaren liquiden Mittel, die zum Ende des Vorquartals 7,3 Millionen Euro betrugen, liegen jetzt bei 7,4 Millionen Euro. "Wir haben es geschafft, dass Intershop ein Produkt und eine Zukunft hat", sagte Schöttler. Intershop sei ein valider Partner geworden.

Auch die Ausweitung des Geschäftsfeldes könne für Anleger attraktiv werden. Intershop will Mittelständlern die Organisation ihres Internet-Handels abnehmen. Für dieses neue Angebot könne Intershop "in allernächster Kürze" einen Kunden aus dem deutschsprachigen Raum präsentieren. "Wir streben in diesem Jahr die Gewinnung von drei bis fünf Kunden für diesen Service an." (dpa) / (jk)