MWC

Interview: Warum Android-Updates und Geräte mit 4.2 so lange dauern

HTC erklärt im Interview mit unserem Gadget-Blog TechStage, warum jetzt noch Geräte mit dem alten Android 4.1 erscheinen und warum Updates immer so lange dauern.

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Von
  • Jörg Wirtgen

Jetzt auf dem MWC wurden immer noch zahlreiche Smartphones und Tablets mit Android 4.1 vorgestellt, obwohl es den Nachfolger 4.2 schon seit einem halben Jahr gibt. Unser Gadget-Blog TechStage hat sich den HTC-Produktmanager für Deutschland geschnappt und gefragt, warum auch auf dem HTC One nur Android 4.1 läuft und warum generell die Updates immer so lange dauern.

HTC One: Kommt 2013 noch mit Android 4.1 -- und HTC erklärt warum.

Er begründete das mit der Entwicklungsdauer der Telefone: Das One sei zu einem Zeitpunkt in 2012 in die Validierungsphase gekommen, zu dem es noch keine ausreichend stabile Version von 4.2 gegeben habe (Android 4.2 wurde im Oktober vorgestellt und im November als Sourcecode veröffentlicht). In dieser finalen Validierungsphase würde man aber keine so tiefgreifenden Änderungen mehr vornehmen können. Auch habe 4.2 zu wenig Neuigkeiten, die ein längeres Warten gerechtfertigt hätten.

Im Umkehrschluss interessant: Damit dürften die Geräte, die mit 4.2 vorgestellt wurden – darunter das Asus Padfone und zwei Lenovo Ideapad – erst Ende 2012 in ihren Validierungsprozess gekommen sein. Oder sie sind von der Marktreife weiter entfernt als das HTC One, oder Asus und Lenovo haben eine schnellere Validierung als HTC ...

Auf die Frage, warum Android-Updates so spät kommen, antwortete der HTC-Produktmanager, dass vor allem der Testprozess lange dauern würde. Das Coden selbst sei eine Frage von Wochen, doch dann müsse man das Smartphone von den Mobilfunk-Operatoren testen lassen und dann noch zu Google schicken. Das würde insgesamt eine "handvoll Monate" dauern.

Ob es überhaupt ein Update gebe, hinge auch damit zusammen, ob die Hardware leistungsfähig genug sei. Das könne man bei der Konzeptionierung des Geräts nicht immer berücksichtigen; etwas Hardware-Luft würde man immer einplanen, aber eine ausreichend starke Ausstattung für ein garantiertes Update würde kein Anwender zahlen wollen – auch weil man zum Zeitpunkt der Konzeptionierung des Geräts ja quasi die noch gar nicht bekannten Anforderungen der übernächsten Android-Version berücksichtigen müsste. So bekomme das One V wohl kein Update auf Android 4.1, weil es nur 512 MByte Hauptspeicher hat.

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(jow)