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Intimste Daten tausender Kinder offen im Netz [Update]

Private Daten von tausenden Kindern und Jugendlichen waren auf dem Kinderportal haefft.de für jeden Interessierten frei zugänglich, berichtet der Chaos Computer Club [1] (CCC). In dem Social Network tauschen Schüler Informationen wie Fotos, Adressen, Freunde, Hobbies, Vorlieben und private Nachrichten untereinander aus – ein passwortgeschütztes Zugangskonto vorausgesetzt.

Doch laut CCC konnte jeder ohne Mühe und Kenntnis eines Passworts alle hinterlegten Daten der Schüler einsehen, sich als angemeldetes Kind ausgeben und als solches in der Community agieren. Selbst die Administrationskonten der Plattform sollen frei zugänglich gewesen sein.

Nach den jüngsten Skandalen um SchülerVZ [2] und andere Plattformen [3] warnt der Computer-Club, sozialen Netzwerken unbesehen zu vertrauen, da manche Anbieter nicht einmal ein Mindestmaß an Sicherheit gewährleisten könnten. Im Fall von haefft.de spricht er der verantwortlichen Werbeagentur schlicht jeglichen Sachverstand ab. Nach Aufforderung des CCC hat haefft.de das Angebot vorerst vom Netz genommen.

Update 6. Dezember: Haefft-Sprecher Stefan Klingberg teilte mit [4], es sei derzeit nicht bekannt, dass Userdaten missbraucht worden sind. Der Betreiber und die beteiligten Agenturen hätten alles unternommen, um Schaden von den Nutzern abzuwenden. Haefft bedauere die aufgetretenen Fehler und verspricht, alles tun, um die sicherheitsrelevanten Anforderungen zu erfüllen. (db [5])


URL dieses Artikels:
http://www.heise.de/-878130

Links in diesem Artikel:
[1] http://www.ccc.de
[2] https://www.heise.de/meldung/Selbstmord-nach-SchuelerVZ-Datenklau-VZnet-in-Erklaerungsnot-853061.html
[3] https://www.heise.de/meldung/Facebook-und-Myspace-schliessen-Flash-Hintertueren-851675.html
[4] http://presse.haefft.de/?p=441
[5] mailto:db@ct.de