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Into the Breach angespielt: Taktikperle von den FTL-Machern

Mit "Into the Breach" gelingt Subset Games ein motivierendes Rundenstrategiespiel, bei dem Voraussicht wichtiger ist als Action und spektakuläre Grafik. Ist das schon das Indie-Spiel des Jahres?

Into The Breach angespielt: Taktikperle von den FTL-Machern

(Bild: heise online)

Im Rundenstrategiespiel "Into the Breach" rettet der Spieler die Erde vor außerirdischen Insekten. Die Geschichte des neuen Indie-Games von den FTL-Machern könnte aus einem B-Movie der 50er Jahre stammen: Insekten aus dem All haben die Erde überrannt. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die letzte Festung der Menschen fällt. Glücklicherweise gibt es eine Zeitmaschine, mit der eine Handvoll Soldaten die Invasion rückwirkend im Keim ersticken soll.

Der Spieler übernimmt das Kommando über drei riesige Mechs und kämpft auf einem 8 × 8 Felder großen Spielfeld rundenbasiert gegen die hinterhältigen Insekten. Diese kriechen aus Löchern und bombardieren die Städte mit Säure oder Feuerbällen. Mit seinen Robotern hält man dagegen, stößt die Gegner in brennende Lava, setzt Luftangriffe ein oder stellt Schutzschirme auf. Im weiteren Verlauf des Spiels werden die Insekten widerstandsfähiger und der Spieler kann neue Roboter mit weiteren Fähigkeiten freischalten.

Anders als bei anderen Rundenstrategiespielen sieht der Spieler immer die nächste Aktion der Insekten, was ihn vor konkrete Entscheidungen stellt. Soll er lieber seinen Mech schützen oder den Angriff auf eine Stadt verhindern? Anfangs fällt die Entscheidung noch leicht, aber später entwickeln sich die Gefechte zu spannenden Taktikpuzzles, in denen die Mechs wie Schachfiguren über das Spielfeld gezogen werden. Naturkatastrophen wie Flutwellen oder Vulkanausbrüche erschweren die Aufgabe.

Fünf Inseln muss der Spieler auf diese Weise verteidigen. Dazwischen darf er seine Siegpunkte einsetzen, um neue Mechs zu kaufen, sie aufzurüsten oder die Verteidigung zu reparieren. Aber Vorsicht: Jede Niederlage bedeutet den Verlust aller Upgrades – und es gibt nur einen Speicherstand. Im Gegensatz zu anderen Roguelikes spielt der Faktor Glück kaum eine Rolle. Mit der richtigen Planung können aufmerksame Spieler weit kommen.

"Into the Breach" ist ein sehr motivierender und kurzweiliger Mix bekannter Spielelemente. Der Einstieg ist einfach, aber die Herausforderungen werden immer größer. Als Spieler hat man aber nie das Gefühl, überfordert zu werden. Aus jeder Partie nimmt man ein paar Ideen mit, um es beim nächsten Mal besser zu machen. Das clevere Spieldesign macht "Into the Breach" zu einer Perle unter den Taktik-Spielen und schon jetzt zu einem heißen Anwärter auf den Titel "Indie-Spiel des Jahres".

"Into the Breach" ist am 27. Februar als Download für PC erschienen und kostet 15 Euro. Für unser Angespielt haben wir es ein paar Stunden gespielt. (Andreas Müller) / (dahe)

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