IrDA-Verbindung zum Mobiltelefon unter Windows 2000

Erst war er da, dann nicht mehr, jetzt soll es ihn wieder geben: Das Hickhack um den für Windows 2000 notwendigen Treiber für die Infrarotverbindung zum Mobiltelefon geht einem gütlichen Ende entgegen.

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Von
  • Jürgen Rink

Erst war er da, dann nicht mehr, jetzt soll es ihn wieder geben: Das Hickhack um den für Windows 2000 notwendigen Treiber für die Infrarotverbindung zum Mobiltelefon geht einem gütlichen Ende entgegen.

Windows 2000 bringt zwar Infrarotunterstützung mit, aber Microsoft unterschlägt den wichtigen Teil, der virtuelle COM-Ports für die Drahtlosverbindung bereitstellt. Damit ist die IrDA-Hardware für viele Anwender wertlos, denn man kann weder PDAs über Infrarot synchronisieren, noch das IrDA-fähige Mobiltelefon als GSM-Modem einsetzen. Die Freude war daher groß, als die Betreiber der Site IRDAW2K einen kostenloser Treiber anboten.

Der Link führte aber nur für kurze Zeit zum Download, denn es stellte sich heraus, dass es sich um illegal verbreitete Software handelte. Deren Eigentümer ist die Firma Extended Systems, die c't gegenüber nicht erklären konnte, wie die Vorabversion des Treibers an die Öffentlichkeit gelangte. Laut Extended Systems dachte man zunächst nicht daran, den Treiber publik zu machen. Er sei vielmehr programmiert worden, damit ihn andere Software-Hersteller in ihre Anwendungen integrieren können. Auf Betreiben der Firma wurde der Download-Link deshalb gesperrt.

Doch unterdessen haben die IrDA-Spezialisten die Sache noch einmal überdacht: Eine verbesserte Version der Software soll ab dem morgigen Freitag Abend, den 1. September, mit Einverständnis von Extended Systems an gleicher Stelle wie zuvor kostenlos bereitstehen. Die alte Version konnte bereits Mobiltelefone wie das Siemens S25 über Infrarot ansprechen, die Synchronisation mit Palm-OS-Geräten hat allerdings noch nicht funktioniert. (jr)