Iran: Start eines Erdbeobachtungssatelliten gescheitert

Der Start des iranischen Satelliten Zafar ist gescheitert. Der zuständige Minister verkündet aber gleich Optimismus.

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Eine Rakete des Typs Simorgh

(Bild: Tasnim News, CC BY 4.0 )

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Der iranischen Weltraumagentur ist es nicht gelungen, einen eigenen Satelliten namens Zafar in eine Umlaufbahn zu schießen. Das hat der zuständige Telekommunikationsminister Javad Azari Jahromi auf Twitter eingestanden. Er ergänzt, dass schon viele wissenschaftliche Projekte gescheitert seien. In den USA habe es schon jede Menge missglückte Raketenstarts gegeben, zählt er noch auf und versichert gleich: "Wir sind NICHT ZU STOPPEN! Wir haben noch mehr großartige iranische Satelliten."

Die Nachrichtenagentur AFP zitiert einen Sprecher des Ministeriums mit der Erklärung, dass der Start zuerst erfolgreich verlaufen sei. 90 Prozent seien danach planmäßig verlaufen und der Satellit habe eine Höhe von 540 Kilometern erreicht. Am Ende sei die nötige Geschwindigkeit aber nicht erreicht worden. Mit Verbesserungen in der Zukunft soll aber auch dieser Teil der Raketenstarts klappen, "so Gott will".

Der AFP zufolge handelte es sich bei Zafar um einen Satelliten, der Fotos der Erdoberfläche machen sollte. Die Verantwortlichen haben demnach versichert, dass die Satellitenaufnahmen für den Kampf gegen Naturkatastrophen genutzt werden sollten. Der Satellit sollte demnach mehr als 18 Monate im Einsatz sein. Der New York Times zufolge hat die Islamische Republik rund 2 Millionen Euro dafür bezahlt.

Der gescheiterte Start ist bereits der dritte Fehlschlag der iranischen Rakete des Typs Simorgh und erfolgte nach mehreren Konfrontationen mit den USA in jüngster Zeit. Washington wirft dem Regime in Teheran vor, mit solchen Starts gegen UN-Sanktionen zu verstoßen. 2013 hatte die Islamische Republik eine Rakete mit einem Affen an Bord ins All geschossen und das Tier nach dem Flug lebend bergen können. Derartige Erfolgsmeldungen gab es für das Weltraumprogramm des Landes seitdem nicht mehr. (mho)