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Iran blockiert Zugriff auf soziale Medien

Im Zuge der Proteste hat die iranische Regierung anscheinend den Zugriff auf den Messenger-Dienst Telegram und den Bilder- und Video-Dienst Instagram übers Mobilfunknetz gesperrt.

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Instagram

Das neue Feature bei Instagram sieht ähnlich aus wie das Angebot der Social-Media-App Snapchat, die mit von allein verschwindenden Bildern populär geworden ist.

(Bild: dpa, Rolf Vennenbernd)

Die iranische Regierung hat für die meisten Bürger des Landes den Zugriff auf den Messenger-Dienst Telegram gesperrt. Das teilte Telegram-Chef Pavel Durov am Sonntag auf Twitter mit.

Die Handy-App ist für viele Iraner das Mittel der Wahl, um Videos und Nachrichten zu den anhaltenden Protesten gegen die Regierung auszutauschen. Es gibt darin sowohl abonnierbare Kanäle für öffentliche Nachrichten wie auch die Möglichkeit, Kurznachrichten direkt auszutauschen.

Durov schrieb in seinem Tweet, die Regierung habe die Sperrung veranlasst, nachdem "wir uns öffentlich geweigert hatten (...), friedlich protestierende Kanäle zu schließen". Telegram hat seinen Sitz in Dubai.

Berichten zufolge haben die iranischen Behörden auch den zu Facebook gehörenden Online-Dienst Instagram zum Teilen von Fotos und Videos blockiert. Zuvor waren in sozialen Medien Videos aufgetaucht, die zwei blutübertrömte, am Boden liegende Männer zeigten. Dem Video zufolge sollen sie von Polizisten erschossen worden sein. Unklar ist allerdings, ob die Aufnahmen echt sind. (Mit Material der dpa) / (db)

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