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Iran kündigt bemannte Weltraummission an

Am vergangenen Samstag hat Iran die erste, im Land selbst entwickelte Trägerrakete Safir 1 getestet, mit der sich Satelliten in eine Umlaufbahn bringen lassen – nach Aussagen der iranischen Regierung erfolgreich. Innerhalb eines Jahres soll mit der Rakete der erste Satellit für Telekommunikation namens Omid (Hoffnung) ins All gebracht werden. Drei weitere Satelliten sollen innerhalb von zwei Jahren folgen. Der iranische Präsident Ahmadinedschad, der beim Test anwesend war, erklärte, die Sanktionen hätten Iran nicht isoliert, sondern unabhängiger gemacht.

Angeblich sollen die Satelliten friedlichen Zwecken dienen, aber sie könnten auch für die Spionage der Nachbarländer Afghanistan oder Irak eingesetzt werden. Die US-Regierung zeigte sich über diesen Schritt im irakischen Raketen- und Weltraumprogramm "beunruhigt". Vermutet wird, dass Iran die Entwicklung von Langstreckenraketen betreibt, die mit atomaren Sprengköpfen ausgerüstet werden könnten.

Reza Taqipour, der Leiter der iranischen Weltraumbehörde, nahm den Test der Trägerrakete zum Anlass, um anzukündigen, dass der Iran innerhalb von 10 Jahren den ersten Astronauten ins All schicken will. Das Datum für die erste bemannte Raumfahrt werde in den nächsten Monaten bekannt gegeben. Iran will, so Taqipour, das erste Land in der Region werden, das über die Technik zur Raumfahrt verfügen will. (fr)

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