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Irische Internetprovider sollen Musiktauschbörsen blockieren

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Der irische Verband der Musikindustrie Irish Recorded Music Association (Irma) fordert die Internetprovider zur Sperrung von Filesharing-Websites auf. Als erster soll der schwedische Torrent-Tracker The Pirate Bay in Irland gesperrt werden, berichtet die irische Sunday Business Post. Weitere Websites sollen noch folgen. Der größte irische Provider Eircom hat laut dem Bericht bereits verkündet, sich Sperrungsaufforderungen nicht zu widersetzen. Von den anderen Providern wie BT und UPC stehen noch Antworten auf Anfragen der Musikindustrie aus.

Rückenwind spürt die Musikindustrie in Irland durch die Einigung in einem Rechtsstreit von Eircom mit den großen Plattenfirmen EMI, Sony BMG, Universal und Warner. Der Provider hat sich Ende Januar bereiterklärt, ein 3-Strikes-System zu testen. Wenn die Musikindustrie künftig einen Eircom-Kunden als Urheberrechtsverletzer ausmacht, will der Provider dem Betroffenen zwei Warnmitteilungen schicken und beim dritten Mal den Internetzugang sperren. Vorige Woche berichtete die Irish Times, die Musikindustrie habe andere Provider schriftlich aufgefordert, das System ebenfalls einzusetzen. Andernfalls sei mit rechtlichen Schritten zu rechnen.

Im Zuge dieser Einigung habe Eircom auch eingewilligt, keine von der Musikindustrie gerichtlich erwirkte Sperrungsaufforderung abzulehnen, das heißt die Aufforderungen würden automatisch von dem Provider umgesetzt. Die Irma stelle zurzeit eine Liste von Websites zusammen, die von Eircom und von anderen Providern und Mobilfunkgesellschaften gesperrt werden sollen. Falls sich die Musikindustrie durchsetzt, könne Irland das erste europäische Land werden, in dem hunderte Filesharing-Websites komplett gesperrt werden. (anw)

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