Menü

IronBridge Networks wirft das Handtuch

vorlesen Drucken Kommentare lesen 7 Beiträge

IronBridge Networks, Hersteller des weltweit kleinsten Terabit-Routers, hat Konkurs angemeldet. Das Startup-Unternehmen ist damit ein weiteres Opfer der weltweiten Telecom-Krise. Trotz überlegener Technik konnte sich IronBridge nicht gegen die mächtigen Konkurrenten Cisco, Juniper und Avici durchsetzen. Mit einer Transferrate von 2,1 TBit/s und 99,999 Prozent Verfügbarkeit zält IronBridges "SwiftCOR" zu den schnellsten Internet-Core-Routern. Mit einer neuen Architektur konnte er bis zu 256 optische 2,5-GBit/s-Ports aufnehmen.

"Diese Entwicklung hat nichts mit unserem Produkt zu tun", erklärte Doug Antaya, Marketingdirektor von IronBridge, zerknirscht gegenüber Nachrichtenagenturen. Man sei von der restriktiven Investitionspolitik kalt erwischt worden. "Ende des vergangenen Jahres nach Geld zu fragen, war ein aussichtsloses Unterfangen", bilanzierte Antaya. Unter anderem habe der Abwärtstrend bei den Cisco- und Juniper-Aktien potenzielle Investoren davon abgehalten, Geld in Netzwerk-Technologien zu stecken. Nachdem auch die Stamm-Investoren wie Celtic House und Newbridge Networks den Geldhahn zugedreht hätten und ein Verkauf von IronBridge gescheitert sei, bleibe jetzt nur noch der Gang zum Konkursverwalter.

Nach Antayas Angaben haben mehrere Unternehmen Interesse an den Patenten und den Routing-Codes von IronBridge geäußert. Ein Großteil der insgesamt 190 Mitarbeiter soll schon eine neue Arbeitsstelle gefunden haben. Antaya: "Wir hatten hoch talentierte Leute und ein sehr gutes Produkt, aber die Zeit war nicht reif dafür." (Peter-Michael Ziegler) / (wst)