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Ist das BlackBerry KEYone ein Verkaufsschlager?

Die Ära der BlackBerry-Smartphones schien endgültig vorbei. Doch nun landet TCL mit dem KEYone ein überraschendes Comeback. Es mag an kleinen Liefermengen liegen, aber das Gerät ist schnell ausverkauft.

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BlackBerry KEYone

(Bild: Volker Weber )

BlackBerry vollzieht die Wende zum reinen Softwareanbieter und schließt alle "Shop BlackBerry" Online-Stores. Die Marke haben die Kanadier an mehrere Hersteller lizenziert und TCL, der größte unter ihnen, tritt nun als BlackBerry Mobile auf. Auf deren Website findet man nur ein einziges Modell: das Tastaturhandy KEYone. Die anderen drei Android-BlackBerrys PRIV, DTEK50 und DTEK60 scheinen von der Bildfläche verschwunden. BlackBerry selbst hat zwar noch eine Übersichtsseite, Entwicklung, Vermarktung und Support der neuen Geräte obliegt nun jedoch ausschließlich TCL – und auf deren Webseite findet man nur das KEYone.

Die Konzentration auf das KEYone beschert BlackBerry Mobile nun den erhofften Erfolg. Lagerbestände sind ruckzuck weg. In Deutschland können Mediamarkt und Saturn liefern, Amazon ist ausverkauft, Otto nimmt Vorbestellungen entgegen. Allerdings hat kein einziger Carrier das Gerät im Angebot.

In Kanada bieten die Konkurrenten Telus und Rogers das KEYone an. Die Vorbestellungen von Rogers schlagen laut Steve Cistulli, Chef von TCL North America, alle bisherigen BlackBerry-Rekorde. Telus wollte das Gerät zunächst nur für Geschäftskunden anbieten, weitet das Geschäft nach harscher Kritik der Kunden auch auf Privatkunden aus. Ein Reisender, der in London ein KEYone testen wollte, berichtet ebenfalls von ausverkauften Läden: "I was at Heathrow last week and wanted to test the KeyOne. Completely sold out. The retailer told me whenever they get a delivery it gets sold out just within 24 hours."

BlackBerry KEYone (11 Bilder)

Android-Smartphone mit fester Tastatur: Das BlackBerry KEYone ist ziemlich einzigartig.
(Bild: asp)

Das KEYone ist seit Passport und Classic das erste BlackBerry-Smartphone, dass sich auch wie ein BlackBerry anfühlt. Ein solider Alumimiumrahmen umschließt ein 4,5 Zoll großes Display und eine vollständige BlackBerry-Tastatur mit integriertem Fingerabdruckleser. Die Rückseite ist griffig, ein 3505 mAh großer Akku sorgt für eine lange Batterie-Laufzeit. Auch die Kameras müssen sich erstmals nicht verstecken. Die Hauptkamera hat den gleichen Sony-Chip wie das Google Pixel. Die Ausstattung mit Snapdragon 625, 3 GB RAM und erweiterbarem 32 GB Speicher ist eher dem Mittelfeld zuzuordnen. (vowe)

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