Italien: UMTS-Sendemasten benötigen keine Genehmigung

Italien lässt den Bau von kleineren UMTS-Antennen ohne Genehmigung zu und setzt gleichzeitig die Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung deutlich höher.

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  • dpa

Die italienische Regierung hat die Errichtung von Sendemasten erleichtert und damit empörte Proteste von Umweltorganisationen ausgelöst. Nach einem am Freitag beschlossenen Dekret können Masten für die neuen UMTS-Netze ohne vorherige Genehmigung aufgestellt werden, sofern sie eine Sendeleistung von 20 Watt nicht übersteigen. Es reiche aus, die Aufstellung von Antennen bei den Behörden zu melden, berichteten italienische Zeitungen am Samstag. Sollten innerhalb von drei Monaten keine Einwände vorgebracht werden, gelte eine Antenne als genehmigt.

Zugleich habe die Regierung die Grenzwerte für elektromagnetische Strahlung deutlich erhöht. Allerdings liegen sie weiter klar unter den von der Europäischen Union empfohlenen Grenzwerten. Umweltgruppen und Politiker der Mitte-Links-Opposition warfen der Regierung vor, mit den neuen Bestimmungen die Gesundheit der Bürger zu gefährden. Es sei zu befürchten, dass bald 40.000 zusätzliche Masten errichtet würden. Dadurch könnte die Krebsgefahr vor allem für Kinder steigen, hieß es. (dpa) / (mw)