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"JPEG-Patent" beschert Forgent 600.000 US-Dollar Umsatz

Das texanische Unternehmen Forgent Networks hat seine Zahlen für das dritte Quartal seines Geschäftsjahres vorgelegt. Aus der Mitteilung geht hervor, dass Lizenzierungen des Patents 4,698,672 im vorigen Jahresviertel 600.000 US-Dollar erbracht haben. Im vorigen Quartal seien es noch 900.000 US-Dollar gewesen. Mit dem Patent, das den Beschreibungstitel "Coding system for reducing redundancy" trägt, erhebt Forgent -- sehr umstrittene und vor Gericht angefochtene -- Ansprüche auf das JPEG-Bildkompressionsverfahren. Vor einem Jahr ist das Unternehmen in dieser Sache juristisch aktiv geworden.

Im vergangenen Quartal habe sich Forgent unter anderem darauf konzentriert, mit Microsoft eines der "größten patentverletzenden Firmen dem Gerichtsverfahren hinzuzufügen", teilt CEO Richard Snyder mit. Zuvor hatte Microsoft beim United States District Court for the Northern District of California ein Ersuchen eingereicht, das umstrittene Patent für ungültig erklären zu lassen. 44 Firmen hat Forgent nun wegen Patentverletzung verklagt, vier davon haben sich zu Lizenzzahlungen entschlossen oder das Verfahren auf anderer Weise beigelegt.

Insgesamt setzte Forgent im dritten Quartal 1,2 Millionen US-Dollar Umsatz. Unterm Strich kam ein Verlust von 4,3 Millionen US-Dollar heraus. Im Quartal zuvor konnte das Unternehmen noch 200.000 US-Dollar in schwarzen Zahlen schreiben und 1,6 Millionen US-Dollar umsetzen. Seit der Inanspruchnahme des besagten Patents habe Forgent damit einen Umsatz von 100 Millionen US-Dollar erzielt, geht weiter aus der Mitteilung hervor. (anw)

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