Menü
IFA

JVC liefert adaptive HDR-Bilder-Verarbeitung für Projektoren kostenlos nach

Der Konzern präsentiert auf der IFA ein kostenloses Firmware-Update für seine bereits seit dem vergangenen Jahr erhältlichen Projektoren der N-Serie.

Lesezeit: 1 Min.
In Pocket speichern
vorlesen Druckansicht Kommentare lesen 8 Beiträge

(Bild: heise online / Nico Jurran)

Von

JVC liefert unter der Bezeichnung "Frame Adapt HDR" ab Ende Oktober/Anfang November ein kostenloses Firmware-Update für seine Projektoren N5, N7 und NX9 aus. Diese wird einen Algorithmus enthalten, der Videobilder mit erweitertem Farbraum und erhöhtem Kontrastumfang (High Dynamic Range) im statischen Format HDR10 Bild zu Bild so verarbeitet, dass der Eindruck eines dynamischen Formats entsteht.

Was das in der Praxis bedeutet, zeigt JVC in Berlin in einem auf seinem Stand (Halle 1.2) errichteten Heimkinosaal anhand der Ultra HD Blu-ray von "Aquaman". Die Comic-Verfilmung enthält sowohl sehr dunkle als auch sehr helle Szene, was mit dem eingesetzten NX9 trotz dessen HDR-Unterstützung entweder in die eine oder in die andere Richtung zu einem unbefriedigten Ergebnis führt. Mit eingeschaltetem Frame Adapt HDR analysiert der Videoprozessor im Projektor hingegen jedes Bild und und regelt passend dazu nach. In der Demonstration war das Ergebnis überaus beeindruckend.

Einen ähnliche Ansatz verfolgen einige externe Videoprocessing-Lösungen wie das Heimkino-PC-Projekt "madVR". Aufgrund der nötigen Rechenleistung sind diese Lösungen allerdings in der Regel recht kostspielig. Laut JVC ist die nötige Rechenleistung auch der Grund, weshalb der neue Algorithmus nur für die N-Reihe zur Verfügung stehen wird.

Mit einem dynamischen HDR-Format wie Dolby Vision oder HDR10+ wäre eine solche adaptive HDR-Bild-Verarbeitung an sich gar nicht nötig, da die Filmstudios hier selbst den gewünschten Bildeindruck Szene für Szene oder gar Bild für Bild festlegen könnten – und nicht nur einmal für den gesamten Film, wie dies bei HDR10 der Fall ist. Weder Dolby Vision noch HDR10+ sind aktuell jedoch für Projektoren spezifiziert; laut eines JVC-Mitarbeiters gehe man im Falle von Dolby Vision auch nicht mehr davon aus, dass dies noch geschehen wird.

Laut JVC soll der Frame Adapt HDR in drei Stufen genutzt werden können, die unterschiedlich stark auf das Ausgangsbild einwirken. Die Verarbeitung funktioniert unabhängig von der Auflösungen mit jedem Videomaterial, das in HDR vorliegt. Dazu zählen auch in Dolby Vision und in HDR10+ gemasterte Filme, da die dynamischen Formate immer das statische HDR10 als Basis nutzen. Für eine Konvertierung von SDR auf HDR lässt sich HDR Adapt nicht nutzen. (nij)