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Jährliche Hubble-Portraits der Gasriesen: Jupiter macht den Anfang

Um Astronomen bessere Vergleichsmöglichkeiten an die Hand zu geben, soll Hubble fortan einmal jährlich die vier großen Gasriesen unseres Sonnensystems ablichten. Die Zeit soll so einen Katalog mit Bildern füllen, die deren Dynamik zeigen.

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Projektion der neuen Aufnahmen

(Bild: NASA Goddard)

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Der Jupiter in Bewegung, unten der Große Rote Fleck im blauen (li.) und roten Spektrum.

(Bild: NASA/ESA/Goddard/UCBerkeley/JPL-Caltech/STScI)

Das Weltraumteleskop Hubble soll fortan jährliche Portraits der großen Gasriesen unseres Sonnensystems machen, um deren Veränderungen systematisch aufzuzeichnen. Als erstes wurden nun neue Detailaufnahmen des Jupiter veröffentlicht, die unter anderem zeigen, dass dessen charakteristischer Großer Roter Fleck weiter schrumpft. Außerdem strahle der derzeit viel stärker orange als rot. Darüber hinaus sei auf der Nordhalbkugel eine Welle beobachtet worden, wie sie bislang lediglich Voyager 2 zu sehen bekommen habe – vor mehr als 30 Jahren.

Animation der neuen Jupiter-Aufnahmen

Im Rahmen des Programms OPAL (Outer Planet Atmospheres Legacy) wollen die Astronomen jedes Jahr die Gasriesen Jupiter, Saturn, Uranus und Neptun mit verschiedenen Filtern ablichten. Das Langzeitergebnis sei sehr aufregend, sagt Michael H. Wong von der University of California, der an dem Projekt beteiligt ist. Die Sammlung von Karten, die dabei entstehen werde, soll nicht nur zum Verständnis der Atmosphäre der Gasplaneten, sondern auch der Erdatmosphäre und der Atmosphäre von noch zu entdeckenden Exoplaneten beitragen. In diesem Jahr soll noch ein Portrait des Saturn folgen, bevor dann ab 2016 alle Gasplaneten regelmäßig drankommen.

Hubble umkreist die Erde seit mehr als 25 Jahren und gehört inzwischen zu den erfolgreichsten Missionen der Raumfahrtgeschichte. Sie hat vor allem das öffentliche Bild unseres Universums entscheidend geprägt. Hubbles Bilder zeichnen ein vor allem äußerst farbenfrohes Bild weit entfernter Himmelskörper. Gleichzeitig ist der wissenschaftliche Beitrag des Teleskops – das nicht vor der Erdatmosphäre behindert wird – immens.

Weltraumteleskop Hubble (105 Bilder)

Der Affenkopfnebel im Orion
(Bild: ESA/Hubble)

(mho)