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Japan arbeitet mit Uber, Airbus und Boeing an Flugautos

In Japan soll ein Industriekonsortium einsatzfähige Flugautos entwickeln. Der Staat will mit geeigneten Regelungen helfen und den Straßenverkehr entlasten.

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Japan arbeitet mit Uber, Airbus und Boeing an Flugtaxis

Pop.up Next - eine Flugauto-Studie von Airbus, Italdesign und Audi.

(Bild: Audi)

Das japanische Handelsministerium arbeitet derzeit daran, ein großes Industriekonsortium zur Realisierung flugfähiger Fahrzeuge zu gründen. Beteiligt sein sollen insgesamt 21 Unternehmen und Organisationen, darunter der Fahrdienstvermittler Uber, die Luftfahrtkonzerne Airbus und Boeing, NEC, Japan Airlines und das von Toyota mitfinanzierte Start-up Cartivator, berichtet Bloomberg.

Flugautos in Japan im nächsten Jahrzehnt

Bereits am 29. August wollen sich die Beteiligten treffen und die Ziele für dieses Jahr besprechen. Flugfähige Autos sollen nach den Vorstellungen des Handelsministeriums im kommenden Jahrzehnt in Japan einsatzbereit sein. Dazu will die Behörde die nötige Unterstützung anbieten und auch erforderliche Regelungen umsetzen, schreibt Bloomberg.

Das rasche Verabschieden von Sicherheitsstandards soll zur größeren Akzeptanz der neuen Verkehrsmittel beitragen. In fliegenden Autos sieht Japans Wirtschaftsminister Hiroshige Seko vor allem eine Entlastung des Straßenverkehrs, eine Transportmöglichkeit zu entlegenen Inseln und Gebirgsregionen etwa im Katastrophenfall sowie neue Wege für den Tourismus.

Flugtaxis zwischen Konzept und Testflug

Ein Flugauto von Airbus, Italdesign und Audi unter der Bezeichnung "Pop.up Next" befindet sich derzeit in der Konzeptphase und soll bald über Ingolstadt abheben. Uber besitzt bereits eine Flugtaxi-Sparte namens "Elevate", die schon 2022 den ersten kommerziellen Flug anbieten will. Auch der britische Konzern Rolls-Royce will ein Flugtaxi für bis zu fünf Personen bauen, das sogar schon 2020 auf den Markt kommen soll.

In Deutschland beflügelt die Vorstellung solcher fliegenden Fortbewegungsmittel insbesondere die Fantasie von Politikern. So hat etwa der Freistaat Bayern bereits für 2020 ein entsprechendes Luftfahrtprogramm vorbereitet. Und die CSU hat die Deutsche Bahn gebeten, am Münchner Hauptbahnhof schon mal Start-/Landeplattformen für bemannte Flugdrohnen vorzusehen, die Passagiere in nur sieben Minuten zum Münchner Flughafen bringen sollen.

Dorothee Bär (CSU), Staatsministerin für Digitales, misst Flugtaxis gar eine ebenso grundlegende Bedeutung für die Digitalisierung des Landes zu wie eine schnelle Internetverbindung. (tiw)

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