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Japaner wollen Spitzenplatz bei Supercomputern zurückerobern [Update]

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Lange Zeit beherrschte NEC mit seinem Earth Simlutor die Supercomputer-Szene und nahm unangefochten Platz 1 auf der Top500-Liste ein – bis IBM den Spitzenplatz eroberte und bis heute nicht mehr abgab. Nun wollen die Japaner gegenhalten: Das japanische Wissenschafts- und Technologie-Ministerium hat nach Angaben von NEC offiziell über das Forschungsinstitut Riken den Auftrag gegeben, bis 2011 den schnellsten Supercomputer der Welt zu bauen.

Bereits im Herbst 2006 war das Projekt in die Planungsphase gegangen, damals waren NEC/Hitachi und Fujitsu mit konkurrierenden Entwürfen als die geeignetsten Vorhaben ausgewählt worden; bis Ende 2006 sollte dann die endgültige Architektur ausgewählt werden. Nun wurde entschieden, dass die drei Firmen gemeinsam das ehrgeizige Projekt bewältigen sollen, berichtet die japanische Nachrichtenagentur Nikkei.

Finanziert wird das Vorhaben vom japanischen Wissenschafts- und Technologieministerium mit 115,4 Milliarden Yen (rund 710 Millionen Euro) bis 2011. War im Herbst 2006 noch von einer geplanten Linpack-Dauerleistung von 10 Petaflop/s die Rede, spricht man in Japan nun gar von einer angeblich geplanten Spitzenleistung des neuen Supercomputers von 10.000 Petaflop/s. In der aktuellen Top500-Liste der Supercomputer liegt mit einer maximalen Dauerleistung von 280 Teraflop/s und einer Spitzenleistung von 367 Teraflop/s IBMs BlueGene/L an der Spitze, der von den Lawrence Livermore Laboratories eingesetzt wird. Die neue Top500-Liste wird während der International Supercomputing Conference veröffentlicht, die vom 26. bis 29 Juni in Dresden stattfindet.

[Update]:
Mittlerweile merkte zumindest NEC an, dass die von japanischen Nachrichtenagenturen gemeldeten 10.000 PetaFlop/s für den neuen Supercomputer nicht zur Diskussion stünden. Es gehe weiterhin darum, bis 2011 ein System mit einer maximalen Dauerleistung von 10 PetaFlop/s zu bauen. (jk)

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